Rezension

Michael Ende – Das Gefängnis der Freiheit

Michael Ende - Das Gefängnis der Freiheit

»Momo«, »Die unendliche Geschichte«, »Jim Knopf« – Michael Endes Kinderbücher sind allseits bekannt und eigentlich genauso beliebt. Doch nicht nur auf dem Gebiet wusste der Schriftsteller zu schreiben und zu verzaubern – auch vermeintliche »Erwachsenenbücher« wie »Das Gefängnis der Freiheit« sind lesenswert und bringen ihren eigenen Zauber mit.

In acht Kurzgeschichten erzählt der deutsche Erfolgsautor Michael Ende »von Wundern und Zeichen, von Geheimnissen und Rätseln«, wie es der Untertitel verspricht: Ein schimmernder Palast als Einer langen Reise Ziel, Der Korridor des Borromeo Colmi, der kein Ende zu haben scheint, Das Haus der Peripherie und ein Leserbrief, der an den wundersamen Korridor anknüpft. Die wundersame Familie in Rom, deren Auto zwar Zugegeben etwas klein ist, aber eigentlich doch nicht. Das scheinbar unterdrückte Schattenvolk in den Katakomben von Misraim, die eigenartige Geschichte Aus den Aufzeichnungen des Traumweltreisenden Max Muto und Das Gefängnis der Freiheit. Nicht zuletzt Die Legende vom Wegweiser.

Michael Endes magischen Fantasiewelten, seine offensichtlichen Verknüpfungen zur Realität, sind allesamt kurzweilig und regen zum Nachdenken an. Auch noch nach dem Lesen sinniert der Leser über Endes Gedanken und zieht die Geschichten auf andere Ebenen. Es ist schwer in Worte zu fassen, welchen Effekt Endes einzelne Abenteuer und Phantasien schaffen und hinterlassen – einfach lesen und verzaubern lassen. Mitreisen in die Innenwelt des Menschen, mitreisen in sich selbst.

Datum: 20. September 2008

5 Leserbriefe zu “Michael Ende – Das Gefängnis der Freiheit”

  1. Das klingt wirklich toll, ich mag Ende sehr gerne, habe von diesem Buch aber noch nie etwas gehört. »Der Spiegel im Spiegel« (kennst du das?) hat mir sehr gut gefallen, das ist auch eine Kurzgeschichtensammlung. Faszinierend, welche Vorstellungskraft dieser Mensch hatte und wie er den Leser in seine traumartigen Welten zu entführen weiß…

    Eva am 20. September 2008 (» zitieren)
  2. Ich wusste vorher überhaupt nicht, dass Ende noch etwas anderes als Kinder‑/Jugendbücher geschrieben hat. Bin durch Zufall bei den Mängelexemplaren auf »Das Gefängnis der Freiheit« gestoßen. »Der Spiegel im Spiegel« kenne ich erst seit ein paar Tagen, als ich im Internet nach Michael Ende recherchiert habe ;-) Werde ich mir sehr wahrscheinlich auch noch zulegen :)

    Marcel am 20. September 2008 (» zitieren)
  3. Ich habe neulich auf dem Autoren Podcast des Deutschlandfunks ein Interview mit Ende gehört. Schade, dass er eher als Kinderbuchautor gilt. Bücher die sowohl für Kinder, als auch Erwachsene funktionieren sind schwer zu schreiben, aber er hat diese Kunst wirklich beherrscht.

    Mart am 21. September 2008 (» zitieren)
  4. Das Gefaegnis der Freiheit ist, meiner meinung nach, ein Meisterwek des Esoterismus, ausserdem ein tolles Buch, angenehm, gut strukturiert, irgendwie zeitlos…

    Carlo am 10. April 2009 (» zitieren)
  5. Die Italienische Ubersetzung ist hervorragend…

    Carlo am 10. April 2009 (» zitieren)

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