Blog-Parade

Warum ich »Ulysses« noch nicht gelesen habe

In einer Kiste mit Mängelexemplaren fand ich vor mehr als einem Jahr ein noch gut erhaltenes Exemplar von James Joyces »Ulysses«. Nun liegt es hinter einigen Büchern versteckt im Regal. Ungelesen. Warum ich das Buch mit dem schwarzen Umschlag und den roten, glänzenden Buchstaben noch nicht gelesen habe, das hat mehrere Gründe.

Zum einen ist es der Umfang: Das Buch umfasst mehr als 1.000 Seiten, die eng mit kleinen Buchstaben vollgeschrieben sind – das liest man nicht unbedingt innerhalb einer halben Woche. Zum anderen soll es nicht gerade leichte Kost sein – und wenn, dann möchte ich »Ulysses« auch richtig lesen. Lesen und verstehen. Mit Inhalt und Form beschäftigen. Dafür braucht man Zeit, Geduld und Lust auf das Buch. Und zu dieser Mischung ist es bisher noch nicht gekommen.

Vielleicht klappt’s ja am 16. Juni im kommenden Jahr. Da ist nämlich der Bloomsday, ein Gedenktag, der eben diesem Roman gewidmet ist.

Auf das Thema kam ich durch die Blog-Parade auf Mediencircus. Dort wurden Blogger gefragt, welches Buch sie vor langer Zeit gekauft haben, es dann doch immer wieder weglegen und nicht lesen. Teilnehmen kann man noch bis zum Freitag, 9. Juli 2010.

Amazon: James Joyce – Ulysses
Wikipedia: Bloomsday
Link: Blog-Parade auf Mediencircus

Datum: 6. Juli 2010

3 Leserbriefe zu “Warum ich »Ulysses« noch nicht gelesen habe”

  1. Und dabei ist es wirklich lesenswert! Zu Beginn habe ich mich – ich musste es für ein Hauptseminar an der Universität lesen – noch ein wenig durch die Kapitel gequält, später wurde ich dann immer weiter in diesen Kosmos hineingezogen. Das letzte Kapitel (knapp 30 Seiten innerer Monolog ohne jegliche Interpunktion) halte ich für die beste Textpassage, die ich jemals gelesen habe.

    Aber richtig: Man braucht Zeit und Muße für diesen Wälzer. Wie bei »Krieg und Frieden« – welches wiederum bei mir ungelesen im Regal verstaubt.

    Julia am 6. Juli 2010 (» zitieren)
  2. »krieg und frieden« ist doch etwas ganz anderes als ulysses.
    bei krieg und frieden wird eine geschichte erzählt. bei ulysses zwar auch, aber ganz anders. die wenigsten, denk ich mir, haben ulysses wirklich von vorne bis hinten gelesen, wie man es bei »krieg und frieden« machen würde. ulysses ist aber ganz gut zum drin schmöckern, rumblättern und darüber staunen. kein konventionelles buch, dass man einfach mal von seite 1 – 1000 liest:)

    angst am 6. Juli 2010 (» zitieren)
  3. ich fand das Buch auch eher beschwerlich zu lesen, es lag bei mir auch lange Zeit halbgelesen herum.

    Sandra am 7. Juli 2010 (» zitieren)

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