Drumherum

Bastei Lübbe wirbt mit Blanko-Buch

Zahlreiche Blogger bekamen in den vergangenen Tagen Post vom Verlag Bastei Lübbe. Der Umschlag enthielt einen Brief auf vergilbtem Papier sowie »Das Buch ohne Staben«. Allerdings suchte man im Buch vergeblich nach Buchstaben, denn die Seiten waren nicht bedruckt. Der Brief bringt Licht ins Dunkel: »Wir haben das beiliegende Buch mit unsichtbarer Tinte drucken lassen.« Zu gefährlich sei es, das Buch zu lesen. Ein Gag, um den im September erscheinenden Nachfolgeroman von »Das Buch ohne Namen« zu bewerben.

Gescheitert ist man meines Erachtens leider schon an der Übersetzung des Titels. Während der englische Originaltitel noch »The Eye of the Moon« lautet, versucht man es bei der deutschen Fassung mit einem Wortwitz ohne Witz. »Das Buch ohne Staben« reiht sich damit jedenfalls schonmal in die Liste der fehlgeschlagenen Titel‑Übersetzungen ein.

Trotzdem hat die Marketingaktion ihr Ziel nicht verfehlt: Etliche Blogger haben bereits über die »Geheimpost« geschrieben. Da im Schreiben ein Rezensionsexemplar mit Buchstaben angeboten wird, ist in den kommenden Wochen sicherlich mit einer Rezensionswelle in deutschen Bücherblogs zu rechnen.

Interessierte Leser, die keine Geheimpost bekommen haben, müssen sich noch bis Samstag, 25. September 2010, gedulden. Dann landet das 448-Seiten dicke »Buch ohne Staben« in den Buchläden.

Datum: 8. August 2010

4 Leserbriefe zu “Bastei Lübbe wirbt mit Blanko-Buch”

  1. Mit »Das Buch ohne Staben« ist die Nachfolge zu »Das Buch ohne Namen« deutlicher. Auch wenn es wirklich extrem wenig mit dem Originaltitel zu tun hat.

    Emily am 8. August 2010 (» zitieren)
  2. @Emily: Ja, das ist schon klar, dass man Leser, die das erste Buch gelesen haben, auch dazu bringen möchte, das zweite zu lesen. Allerdings hat man in der englischen Fassung auch einen humaneren Titel genommen, der nicht wirklich etwas mit dem ersten («The Book With No Name«) zu tun hat … Man kann ja immer noch mit ähnlichen Covern arbeiten, um Zusammenhänge darzustellen.

    Marcel am 8. August 2010 (» zitieren)
  3. Die fehlt also der Wortwitz, du Schlaumeier? Dann geh mal auf http://www.bourbonkid.de/ und schau, ob du das witziger findest.

    Niemand hat je behauptet, wir würden Witze machen. Schon gar nicht Elvis und der Reverend …

    Bourbonkid am 24. September 2010 (» zitieren)

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