Testbericht

Moleskine Passions Book Journal – Bücher-Journal

Wer kennt sie nicht, die kleinen schwarzen Notizbücher mit dem Gummiband? Ob Wochenkalender, Reiseführer oder Skizzenbuch – die Wegbegleiter der Firma Moleskine gibt es mittlerweile in fast allen erdenklichen Ausführungen. Seit einiger Zeit ist im Sortiment auch ein Bücher-Journal zu finden. Zeit, um mal einen Blick drauf zu werfen.

»Der Zauberberg«, »Siddharta«, »Hamlet«. Auf dem schwarzen Cover des Journals sind die Titel bekannter Bücher aus aller Welt eingeprägt. Schickes, klares Design, das ist man von den Moleskine-Notizbüchern gewohnt, und auch beim Bücher-Journal wird man nicht enttäuscht. Die rund 240 Seiten im festen Einband haben eine klare Struktur und sind angenehm minimalistisch gestaltet.

Platz für 156 Bücher

13 × 21 Zentimeter misst das Journal, was in etwa dem Format DIN A5 entspricht, und zählt damit schon zu den größeren Notizbüchern aus dem Hause Moleskine. Also nicht gerade ein Buch, das man überallhin mitschleppt, aber dafür ist es ja auch nicht gedacht.

Strukturiert ist das Bücher Journal wie folgt: Auf zwei Seiten Agenda folgt Platz für 156 Bücher. Danach gibt es 60 Seiten, aufgeteilt durch sechs Reiter am Seitenrand, für beispielsweise Empfehlungen, eine Wunschliste oder Websites. Weitere 14 leere Seiten bieten Platz für Notizen. Ein Inhaltsverzeichnis schließt das Buch ab.

Mit dem Journal kommen ein Lesezeichen im Stil des Covers sowie drei Bögen mit rund 200 Aufklebern, die für die Reiter und Bücherseiten benutzt werden können. Damit die Bögen nicht lose rumfliegen, kann man sie im eingeklebten Umschlag auf der letzten Seite verstauen. Zudem bietet das Bücher-Journal drei Lesebändchen.

Wenig durchdachte alphabetische Aufteilung

Ein Manko in meinen Augen: die Aufteilung der Bücherseiten durch alphabetisch organisierte Reiter am Rand. Was erst mal ganz gut klingt, stellt sich schnell als wenig durchdacht und unpraktisch heraus. Überschlägt man kurz im Kopf, stellt man fest, dass bei 156 Bücherseiten und 26 Buchstaben im Alphabet pro Buchstabe sechs Seiten übrig bleiben.

Das ist insofern unpraktisch, da die Nachnamen der Autoren, die ich lese, vermutlich viel öfter mit Ⅿ oder S beginnen, dafür nur recht selten mit Ⅹ oder Y. Nun hab ich aber für M-Autoren genauso viel Platz wie für X-Autoren. Das ist blödsinnig. Da hätte man besser auf die alphabetische Ordnung verzichten sollen. Eine chronologische Reihenfolge ist bei einem Journal mit begrenztem Platz sinniger.

Dennoch ein gelungenes Produkt

Ob man die 60 frei gestaltbaren Seiten unbedingt braucht, ist hingegen Geschmacksache. Je nachdem, wie man das Journal verwendet, können die sechsmal 10 Seiten ganz praktisch sein.

Insgesamt halte ich das Bücher-Journal für ein gelungenes, schönes Produkt aus dem Hause der italienischen Firma. Einzig die alphabetische Aufteilung der Bücherseiten gibt einen dicken Minuspunkt. Die mag für ein Adressbuch ganz praktisch sein, hier ist sie jedoch fehl am Platz. Weitere Fotos sind unten zu finden.

Das Moleskine Passions Book Journal ist – je nach Händler – für 15 bis 20 Euro zu haben. In der Reihe Moleskine Passions sind noch fünf weitere Journale erschienen, für Rezepte, Weine, Filme, Musik und Wellness.

Link: Moleskine Passion-Journale

Fotos

(Zum Vergrößern klicken.)

Datum: 18. Januar 2011

3 Leserbriefe zu “Moleskine Passions Book Journal – Bücher-Journal”

  1. Was für eine tolle Idee und danke dass du mich drauf aufmerksam gemacht hast! Auf jeden Fall ein tolles Geschenk für Bibliophile und Notizbuchfans. Ich überlege mir auf jeden Fall das Buch zuzulegen, auch wenn es mehr Spielerei ist.

    Friederike am 19. Januar 2011 (» zitieren)
  2. Ich stimme meiner Vorrednerin zu, eine tolle Geschenkidee!

    Svenja am 1. Februar 2011 (» zitieren)

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