Drumherum

Amazon Kindle – Testbericht

Nun habe ich mir doch den E-Book-Reader aus dem Hause Amazon zugelegt – aus vielerlei Gründen. In diesem Artikel möchte ich kurz meine ersten Erfahrungen und Eindrücke festhalten, positive wie auch negative. Der Bericht bezieht sich auf den Kindle 3 mit Wi-Fi.

+ Positives

Das Display: Es ist schon länger her, dass ich von einem Display so begeistert war. Die E Ink-Technologie ist einfach großartig. Vorher hatte ich schon einige E-Book-Reader von anderen Herstellern in der Hand gehabt, aber das Display des Kindle ist noch ein Stück besser. Das Lesen ist einfach angenehm, man merkt gar nicht, dass man auf einen Bildschirm schaut – es sieht aus wie gedruckt.

Das Format: Der Kindle befindet sich von der Größe her zwischen Taschenbuch und Hardcover bei einer Dicke von 8,5 Millimetern. Das ist ein gewohntes Format, liegt gut in der Hand und das sechs Zoll große Display ist meines Erachtens vollkommen ausreichend. Rund 250 Gramm bringt das Gerät auf die Waage – der Kindle wiegt also auch weniger als ein Buch.

Die Akku-Laufzeit: Häufig an den Strom muss der Kindle nicht. Selbst nach drei Tagen intensiver Nutzung mit eingeschaltetem Wi-Fi steht die Akku-Anzeige bei etwa 80 Prozent. Laut Amazon hält der Akku bei täglich einstündiger Nutzung rund einen Monat lang. Kommt hin.

Der Speicherplatz: Die vier Gigabyte sind für die eher kleinen E-Books vollkommen ausreichend. Für mehr als 3.000 Bücher ist Platz auf dem Gerät.

Das Wörterbuch: Gerade bei schwierigeren englischen Texten ist das integrierte Wörterbuch ein großes Plus: Mit den Pfeiltasten schnell zum Wort navigieren und schon wird der Lexikoneintrag auf dem Bildschirm eingeblendet. Wegklicken, weiterlesen, super.

– Negatives

Die Benutzerführung und die Verwaltung: Wenn man sich an einer Stelle keine Mühe gegeben hat, dann bei der Benutzerführung. Die ist alles andere als intuitiv und durchdacht. Da gibt es einiges an Verbesserungspotenzial. Genauso wie die Bücher-Verwaltung an sich: Bei mehr als zehn Büchern kann es schon unübersichtlich werden. Glücklicherweise kann man seine Bücher verschiedene »Collections« (Sammlungen) zuordnen – die machen es schon übersichtlicher. Trotzdem auch hier: Verbesserungspotenzial. Da man aber die meiste Zeit mit dem Lesen verbringt, ist das alles zu verkraften.

Die Preispolitk der meisten E-Books: Dazu schrieb ich hier schon etwas. Glücklicherweise gibt es gerade bei den englischen E-Books häufig Preisreduzierungen. Außerdem gibt es eine nicht zu verachtende Menge an kostenlosen E-Books – sowohl im Kindle Store, als auch auf anderen Websites.

Fazit

Insgesamt bin ich ziemlich zufrieden mit dem Kindle. Das Leseerlebnis auf dem Gerät ist besser als erwartet, das Papier habe ich bisher nicht vermisst. Die Wi-Fi-Version ist übrigens vollkommen ausreichend, sofern man zu Hause eine drahtlose Internetverbindung hat. Die teurere Variante mit 3G empfiehlt sich für Leute, die keine Internetverbindung und womöglich auch keinen Computer haben.

Für Neuigkeiten, Informationen und nützliche Links zum Amazon Kindle habe ich eine kleine Website eingerichtet, um hier nicht vollkommen vom Thema abzuschweifen und Kindle-Uninteressierte nicht mit Kindle-Inhalt zu nerven. Wer sich für das Thema interessiert, wird hier versorgt: Kindle Kram

Link: Kindle mit Wi-Fi bei Amazon kaufen
Link: Kindle mit Wi-Fi und 3G bei Amazon kaufen
Link: Kindle Kram (Neuigkeiten, Informationen und nützliche Links)

Datum: 28. Juni 2011

5 Leserbriefe zu “Amazon Kindle – Testbericht”

  1. das deckt sich sehr mit meinen Erfahrungen. Vor allem die Verwaltung der Texte ist leider katastrophal – dabei ist das doch gerade ein großer Vorteil der E-Reader, vieles dabei haben zu können.

    Matthias Mader am 28. Juni 2011 (» zitieren)
  2. Ich selbst bin Neuem gegenüber zwar sehr offen, konnte mich persönlich aber noch nicht für einen Standpunkt in Sachen E-Book entscheiden. Es ist nicht so, das ich kein Potenzial sehe, weiß aber nicht ob ich mich selbst in die Zielgruppe einordnen würde. So sehe ich bspw. mehr Potenzial in Tablets für das Konsumieren von Magazinen, Fachbüchern etc. – ein Kindle; ich weiß es nicht. Die oft genannten Preisvorteile und einige andere Gedanken habe ich im Übrigen in einem Blogpost festgehalten: http://www.derschoeneblog.de/2011⁄06/e-books-vs-bucher-oder-ein-friedliches-miteinander-einige-gedanken/ – Ich freue mich natürlich über einen Besuch oder sogar den einen oder anderen Kommentar :D

    Konstantin [derschoeneblog.de] am 30. Juni 2011 (» zitieren)
  3. @Konstantin [derschoeneblog.de]: Ich könnte mir nicht vorstellen auf dem iPad oder einem ähnlichen Tablet längere Zeit zu lesen. Der Bildschirm eignet sich einfach nicht dazu. Lies mal eine Stunde auf einem E-Book-Reader und eine Stunde auf dem iPad – dann weißt du was ich meine.

    Tablets sind super, um im Internet zu surfen, Mails abzurufen und zu beantworten und so weiter – aber zum Lesen sind sie nicht gemacht.

    Marcel am 30. Juni 2011 (» zitieren)

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