Drumherum

Bücher in der Originalsprache lesen

Bücher englischsprachiger Autoren lese ich seit längerer Zeit fast ausschließlich in der Originalfassung. Und ich kann jedem nur empfehlen, Bücher in der Sprache des Autors zu lesen – sofern die Sprachkenntnisse vorhanden sind. Denn das Lesen im O-Ton bringt viele Vorteile mit sich.

Anfangs mag es etwas ungewohnt sein, Bücher in einer anderen Sprache zu lesen. Man kann nicht sein gewohntes Lesetempo halten, hier und dort gibt es vielleicht Verständnisprobleme, weil man eine Vokabel nicht kennt. Doch lässt man sich von den Anfangshürden nicht beeindrucken, profitiert man schon bald davon, die Geschichten »aus erster Hand« zu lesen.

Wortwitz und Redewendungen

Ohne Frage, es gibt Übersetzer, die einen ziemlich guten Job machen. Leider gibt es aber auch solche, die den Lesegenuss ganzer Romane durch fragwürdige Übersetzungen und Interpretationen zerstören. Warum also nicht die Worte und Sätze lesen, die der Autor geschrieben hat?

Man muss bedenken, dass Texte nicht eins zu eins übersetzt werden können. Oft fallen Wortwitz, passende Redewendungen oder Sprüche der Übersetzung zum Opfer – oder wirken in einer anderen Sprache nicht so flüssig und stimmig wie in der Originalfassung. Zudem ist es doch eine gute Möglichkeit, seine Sprachkenntnisse zu erweitern, und ein Gefühl für die andere Sprache zu entwickeln.

Einfach mal ausprobieren

Außerdem kann man so schon früher den neusten Roman seines Lieblingsautors lesen. Und der ist womöglich aufgrund der fehlenden Buchpreisbindung sogar günstiger als die ein halbes Jahr später erscheinende Übersetzung.

Ich empfehle, es einfach mal auszuprobieren und beim nächsten Mal nach der Ausgabe in der Originalsprache zu greifen.

Datum: 3. Juli 2011

2 Leserbriefe zu “Bücher in der Originalsprache lesen”

  1. Stimme dir da vollkommen zu – gerade in Sachen Wortwitz geht in einer Übersetzung viel verloren.
    Vor allem: Man sollte sich davon nicht rausbringen lassen, wenn man einzelne Vokabeln nicht versteht. Viele Leute sind da glaube ich zu perfektionistisch und schlagen alles nach – das bringt einen aber total raus. Den Sinn versteht man in der Regel auch so, und ich hatte auch oft gemerkt, dass ich mir beim Weiterlesen eine Vokabel selbst erschließen konnte, ohne es nachzuschauen, einfach aus dem Zusammenhang.
    Ich plädiere da immer für den Mut zur Lücke. :)

    Julia am 4. Juli 2011 (» zitieren)

Einen Leserbrief schreiben

Hinweis: Dein erster Kommentar in diesem Blog muss erst freigeschaltet werden und wird nicht sofort unter dem Artikel angezeigt. Nicht erwünscht sind werbliche Kommentare und Begriffe im Namen-Feld, die der Suchmaschinenoptimierung dienen.