Rezension

Christoph Maria Herbst – Ein Traum von einem Schiff

Drei Wochen Dreharbeiten auf dem TV-Schiff schlechthin, der MS Deutschland, dem Traumschiff. In »Ein Traum von einem Schiff« hält Christoph Maria Herbst in Logbuch-Form Anekdoten und Eindrücke seiner Reise fest. Die Erwartungen an Herbsts Buch-Debüt waren groß, und umso größer die Enttäuschung. Offenbar war die Reise so ereignislos und langweilig, dass Herbst Probleme hatte, überhaupt irgendetwas Unterhaltsames zusammenzuschreiben.

Wenn man Christoph Maria Herbsts Seiten‑ und Frontalhiebe gegen die Schauspielerkollegen und Filmcrew außer Acht lässt, ist der gefühlte dramaturgische Höhepunkt des ersten Buchdrittels, dass sein Koffer nicht in Panama ankommt.

Um Abstand von der Schilderung ereignisloser Dreh‑ und Reisetage zu gewinnen, phantasiert Herbst einige Szenen herbei, die anfangs einigermaßen unterhaltsam sind, später aber eher versuchen, krampfhaft lustig zu sein. Da helfen leider auch nicht mehr die gekonnten und kreativen Formulierungen.

Christoph Maria Herbst macht es mit »Ein Traum von einem Schiff« selbst seinen Fans ziemlich schwer, das Buch zu mögen – schade!

Datum: 4. September 2011

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