Rezension

Steve Hely & Vali Chandrasekaran – Die Wette

Steve Hely & Vali Chandrasekaran - Die Wette

»42.000 Kilometer, 2 Männer, 1 Globus, Keine Flugzeuge.« Mit dem Untertitel von »Die Wette« ist eigentlich schon alles gesagt. Steve Hely und Vali Chandrasekaran, ihres Zeichens Drehbuchautoren in Hollywood, sind um die Welt gereist, und haben ihre Erlebnisse in diesem Buch zusammengefasst. Erst dachte ich, oh nein, schon wieder so ein Wir-reisen-um-die-Welt-Buch. Beim Lesen dachte ich dann: Oh ja!

Steve und Vali reisen um die Wette um die Welt, jeweils in verschiedene Richtungen startend, aber buchstäblich auf dem Boden der Tatsachen bleibend, denn Flugzeuge sind verboten. So wahnwitzig wie die Idee, ist auch der Gewinn: Die teuerste Flasche Whiskey, die auf die Schnelle in Los Angeles aufzutreiben war.

Charme und Humor

Eine Erdumrundung bringt zwangsläufig kleinere und größere Abenteuer mit sich, man trifft auf interessante Zeitgenossen und lernt fremde Kulturen kennen. Doch man kann die besten Erlebnisse haben – wenn man nicht mit genug Charme und Humor ans Erzählen geht und die Eindrücke in Worte fassen kann, dann kommt kein gutes Buch raus.

Zum Glück handelt es sich, wie schon erwähnt, um zwei Drehbuchautoren, die unter anderem für »American Dad« und »My name is Earl« Texte und Gags schreiben – und die beiden können schreiben, können begeistern, können Pointen setzen, ja, bringen den Charme mit sich, den es für so ein Buch braucht. Es handelt sich um kein zwanghaft lustiges Reisetagebuch, sondern um eine authentische Darstellung zweier verrückter Weltumrunder, die für jeden Spaß zu haben sind.

Unterhaltungsliteratur, die hält, was sie verspricht

Das Buch ist so unterteilt, dass Vali und Steve jeweils abwechselnd ihre Erlebnisse schildern, auf eine Art und Weise, die bar jeder Langatmigkeit ist. Dabei sind sie sich für keinen feinen Seitenhieb zu Schade und kämpfen jeweils um das Wohlwollen des Lesers. Auf ihre eigene Art beschreiben sie ihre Reise, ihre Begegnungen und vor allem ihre Eindrücke in den vielen Zwischenstationen.

Rundum solide geschrieben, ein tolles Buch, das ohne viel Anstrengungen gelesen werden kann. Unterhaltungsliteratur, die hält, was sie verspricht. Und eine angenehme Überraschung meinerseits – hätte Jules Verne mal so geschrieben.

Bewertung: 5 Sterne

Datum: 26. Februar 2009

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