Rezension

Henning Mankell – Tiefe

Henning Mankell - Tiefe

Lars Tobiasson-Svartman, Seevermesser beim schwedischen Militär, steht zwischen zwei Frauen – und geht sogar über Leichen, um seine Träume, sein Leben zu verwirklichen. Dass diese Konstellation nicht lange gut gehen kann und Probleme vorprogrammiert sind, liegt auf der Hand.

Die größte aller Tiefen zu finden, den Punkt zu finden, an dem sein Lot nicht dem Meeresgrund erreicht, das ist der Traum Lars Tobiasson-Svartmans. Doch eigentlich sucht er nicht nur den Meeresgrund, sondern auch den Grund seiner eigenen Seele. Die Tiefe. Wer ist er eigentlich?

Henning Mankell wählt seine Worte bedacht und erzeugt eine unheimlich authentische und zugleich passende Atmosphäre, die den ganzen Roman durchzieht. Bedacht heißt ruhig – wer bei â€Å¾Tiefe“ mit einem schnellen Handlungstempo rechnet, liegt daneben. Aber das wäre auch unpassend – es ist ein ruhiger, tiefer Roman. Toll geschrieben.

Datum: 5. August 2008

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