Rezension

Tommy Jaud – Vollidiot

Tommy Jaud - Vollidiot

Der frustrierte T-Punkt-Verkäufer und Langzeit-Single Simon Peters könnte einem eigentlich Leid tun: Im Job läuft’s nicht rund, mit den Frauen schon gar nicht. Selbst das von seiner Putzfrau Lala vermittelte Date trägt keine Früchte. Versehentlich meldet er sich in einem Schwulen-Fitnessstudio an und auch auf dem Konto sieht’s alles andere als rosig aus.

Sein Lichtblick: Die Starbucks-Verkäuferin Marcia P. Gracia, in die er sich unsterblich verliebt – ohne sie überhaupt zu kennen. Doch vor der Traumhochzeit und dem Paradies auf Erden muss Simon erstmal die Hürde nehmen, und Marcia ansprechen. Dabei behilflich ist ihm seine beste Freundin und Beziehungskennerin Paula.

Es gibt Bücher, die den Leser zum Schmunzeln bringen und es gibt Bücher, die den Leser sogar zum Lachen bringen. Tommy Jauds Alltagsschilderungen mit stets perfekt gesetzten Pointen sorgen von der ersten Seite an für einen durchgängigen Lachkrampf. Mehr Witz und Humor kann ein Autor auf knapp 300 Seiten nicht unterbringen.

»Vollidiot« ist der Vorgänger von »Millionär«. 2007 kam die Verfilmung des Romans in die deutschen Kinos. Oliver Pocher spielte die Hauptrolle des Simon Peters. An einigen Stellen weicht der Film von der Buchvorlage ab – so fanden einige Szenen und Figuren nicht den Weg ins Drehbuch. Trotzdem ist der Film eine gute Ergänzung zum Roman. Auch der Autor, Tommy Jaud, spielt in einer Nebenrolle.

Datum: 11. August 2008

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