Drumherum

Coverfehlschlag Ⅰ

Coverfehlschlag I

Anstatt kreativ zu sein und neue Ideen zu entwickeln, wird bei vielen Covern geschlampt – und neue Cover an bereits erschienene, themenähnliche angepasst. So kommt es auch, dass fast alle historischen Romane gleich aussehen (Maren hat da mal was auf Bibliomanie zusammengefasst). Vielleicht marketingtechnisch praktisch, da der nichts ahnende Kunde, dem ein Buch gefallen hat, auch die anderen, ähnlich aussehenden Bücher kauft.

Heute stieß ich auf das neue Buch von Karin Slaughter (Zerstört). Zufälligerweise (oder vielleicht gerade wegen der äußerlichen Ähnlichkeiten) lag es direkt neben der Millenium-Trilogie von Stieg Larsson. Lässt man jetzt mal beiseite, dass das »Zerstört«-Cover grafisch nicht so der Knaller ist, sondern im Vergleich zu den Covern der Millenium-Trilogie eher mies aussieht – möchte man sich mit dem Cover einen Teil der Larsson-Leser krallen? Sind die Kunden wirklich so doof?

Datum: 18. Juni 2009

9 Leserbriefe zu “Coverfehlschlag Ⅰ”

  1. Boah wie frech.
    Schon vor einiger Zeit mal gefunden: http://www.amazon.de/Blutfeinde-Norwegen-Krimi-Kjell-Ola-Dahl/dp/3431037747

    Wobei das immerhin auch ein Skandinavier ist ;D Karin Slaughter passt da nicht wirklich rein in dieses Schema.

    Maren am 18. Juni 2009 (» zitieren)
  2. @Maren: Tatsächlich ;-) An große Erfolge wird halt gerne mal angeknüpft…

    Marcel am 18. Juni 2009 (» zitieren)
  3. Es ist schade und nervig.
    Manche Kunden sind vielleicht so doof. Aber die Verlage sehen nicht, dass es andere Menschen gibt, die das durchschauen und sich dann absichtlich vom Autor fernhalten, da sie ihn für einen Trittbrettfahrer halten.
    Dabei können die in den meisten Fällen am allerwenigsten dafür.

    Lilly am 18. Juni 2009 (» zitieren)
  4. @Lilly: Ich glaube auch, dass die wenigsten Autoren Einfluss auf die Covergestaltung haben… – und dass solche »Trittbrettfahrer«-Cover andere Kunden abschrecken, da stimm ich dir zu.

    Marcel am 18. Juni 2009 (» zitieren)
  5. Ich glaube nicht, dass Lilly meinte, die Autoren könnten was dafür. Also, dass sie Trittbrettfahrer sind (wenn sies denn sind), dafür schon. Aber nicht dafür, dass Verlage manche Autoren einfach so als Trittbrettfahrer vermarkten – und DAS finde ich auch schade.

    Maren am 18. Juni 2009 (» zitieren)
  6. @Maren: Habe ich auch nicht so verstanden, ist in meiner Antwort vielleicht falsch rübergekommen ;-)

    Marcel am 18. Juni 2009 (» zitieren)
  7. Also hab ich letztens doch richtig geguckt. Ts. Sowas blödes!

    Nina am 19. Juni 2009 (» zitieren)
  8. Da beide Verlage zur gleichen Gruppe gehören, ist der Vorwurf, sich durch ähnelnde Cover Käufer wegschnappen zu wollen, sowas von haltlos wie das Argument, die Wahlen im Iran wären fair verlaufen.

    Roland am 27. Juni 2009 (» zitieren)
  9. @Roland: Käufer wegschnappen? Das habe ich nicht angeführt. Sondern die Käufer, die Produkt A hat, dazu zu bringen, auch Produkt B zu kaufen. Dabei haben Produkt A und B nichts miteinander zu tun.

    Marcel am 27. Juni 2009 (» zitieren)

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