Rezension

Frank Goosen – liegen lernen

Frank Goosen - liegen lernen

80er-Jahre, irgendwo im Ruhrgebiet. Eine Geschichte über das Erwachsenwerden, die Geschichte des 16-jährigen Helmuts. Mittelmäßiger Gymnasiast, Musik-Fan, Eltern, die kaum miteinander reden. Sein cooler Freund Mücke, der weiß, wo es lang geht. Doch dann kommt Britta, die Neue, auf Helmuts Schule, in die er sich sofort verliebt.

Brittas Eltern sind Künstler, sind cool; Britta nennt sie beim Vornamen. Helmut hat seine ersten sexuellen Erfahrungen. Doch mit der ersten großen Liebe kommt unweigerlich auch die erste große Enttäuschung. Britta fährt für ein Jahr nach Amerika und lässt Helmut mit den Beatles, Bob Dylan und Fischer Z allein zurück.

Hauptsächlich berichtet der Ich-Erzähler Helmut über seine Suche nach der richtigen Frau fürs Leben, übers Erwachsenwerden, Hinfallen und wieder Aufstehen. Die Erinnerungen, gemischt mit den Eindrücken aus den 80er‑ und 90er-Jahren, die Wiedervereinigung, Ost‑ und Westdeutschland.

Frank Goosen schreibt in seinem Debütroman locker, lässig, versetzt den Leser in Helmuts Situation. Authentisch, rund und ohne größere Schwächen kommt der Roman daher. Lesenswert.

Datum: 20. August 2008

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