Rezension

Lewis Carroll – Alices Abenteuer im Wunderland

Lewis Carroll - Alices Abenteuer im Wunderland

»Alice im Wunderland« – dieses Kinderbuch dürfte eigentlich jedem bekannt sein. Zumindest hat man schon mal von dem Werk des britischen Schriftstellers und Mathematikers Charles Lutwidge Dodgson gehört, der seine Geschichten unter dem Pseudonym »Lewis Carroll« veröffentlichte. Wer immer noch denkt, dass »Alice’s Adventures in Wonderland« nur eine Kindergeschichte ist, hat weit gefehlt.

Die junge Alice bemerkt während eines langweiligen Picknicks mit ihrer älteren Schwester ein weißes Kaninchen. Das wäre gar nicht so merkwürdig, würde es nicht sprechen und hätte es keine Uhr in der Westentasche. Die Protagonistin Alice folgt dem komischen Tier in einen Kaninchenbau und taucht in eine unterirdische Traumwelt, dem Wunderland ein.

Doch das sprechende Kaninchen ist bei weitem nicht das merkwürdigste Wesen, das ihr in der Welt begegnet. Eine Welt, die eigentlich ausschließlich aus Paradoxa und Absurditäten besteht – so verändert sich Alices Größe, wenn sie etwas isst. Zudem begegnet sie eigenartigen Tieren und Personen wie dem verrückten Hutmacher und dem Märzhasen, der grinsenden Cheshire-Katze und dem Schildkrötensupperich und nicht zuletzt dem König und der Königin, die vor allem willkürliche Hinrichtungen liebt.

Lewis Carroll entführt den Leser in eine wunderbare Phantasiewelt, die ihresgleichen sucht. Absurd und paradox kommen eigentlich alle Szenen daher, sind ein Genuss zu lesen. Dass es nicht nur ein Kinderbuch für Kinder ist, sollte dem Leser nach einigen Seiten klar sein. Die Übersetzung von Günther Flemming greift die meisten Wortspiele aus der englischen Originalfassung auf, und überträgt sie in die deutsche Sprache.

Im Anhang der Reclam-Ausgabe befinden sich zum einen Anmerkungen zu den Übersetzungen, zum anderen ein Nachwort, in dem der Übersetzer zu jedem Kapitel Stellung nimmt und Hintergründe erklärt. Denn wie so oft enthält der Text mehr, als auf dem ersten Blick sichtbar ist.

Datum: 26. August 2008

6 Leserbriefe zu “Lewis Carroll – Alices Abenteuer im Wunderland”

  1. Ich liebe Alice im Wunderland! Hast du den zweiten Teil auch schon auf dem SuB? Ich fand ihn zwar nicht mehr ganz so gut wie den ersten, aber dennoch ist er unbedingt lesenswert.

    Liebe Grüße,
    Nina

    Nina am 27. August 2008 (» zitieren)
  2. Den zweiten lese ich im Moment ;-)

    Marcel am 27. August 2008 (» zitieren)
  3. Stimmt … Kinderbücher sind nicht unbedingt nur für Kinder. Ich denke da auch an Moby Dick, Oliver Twist, Huckleberry Finn, Tom Sawyer und Peter Pan.
    So wundervolle Klassiker!
    Ich find’s interessant, dass du ein Querbeetleser scheinbar ohne Vorurteile bist :-)

    Lilly am 27. August 2008 (» zitieren)

Einen Leserbrief schreiben

Hinweis: Dein erster Kommentar in diesem Blog muss erst freigeschaltet werden und wird nicht sofort unter dem Artikel angezeigt. Nicht erwünscht sind werbliche Kommentare und Begriffe im Namen-Feld, die der Suchmaschinenoptimierung dienen.