Rezension

Ⅼ. Frank Baum – The Wonderful Wizard of Oz

L. Frank Baum - The Wonderful Wizard of Oz

Die junge Dorothy lebt mit ihrer Tante und ihrem Onkel in einem Farmhaus in Kansas. Als sie es bei einem Wirbelsturm nicht rechtzeitig in den schützenden Keller schafft, werden sie und ihr Hund Toto mitsamt des ganzen Hauses in die Luft gewirbelt und landen im wundersamen Land des Zauberers Oz. Auf dem Weg zum großen Zauberer, der sie wieder nach Hause bringen soll, begegnet sie vielen Freunden und Feinden.

Böse Hexen und feige Löwen

Treue Wegbegleiter werden die Vogelscheuche, die unbedingt Verstand haben möchte, der Blechmann, der vom Zauberer von Oz ein Herz erbitten möchte und ein feiger Löwe, der endlich den Mut bekommen möchte, um der König der Tiere zu werden. Ziel ihrer Reise ist die Smaragdstadt, die sich in der Mitte des Landes befindet und die vom Zauberer von Oz regiert wird.

Ausgehend vom Westen, wo Dorothy mitsamt Haus gelandet ist, geht die Reise durchs halbe Land, sind diese und jene Hindernisse zu überwinden und Aufgaben zu meistern. Nachdem Oz erfährt, dass Dorothy bei der Landung mit dem Haus die böse Hexe aus dem Westen getötet hat, gibt er ihr den Auftrag, auch die böse Hexe aus dem Osten zu töten. Nur dann würde er für ihre Rückkehr nach Kansas sorgen, der Vogelscheuche Verstand, dem Blechmann ein Herz und dem Löwen Mut geben.

Ein modernes Märchen

»Der Zauberer von Oz« ist ein Kinderbuch-Klassiker aus dem 20. Jahrhundert und sollte ein »modernes Märchen« werden – Märchen wie die der Gebrüder Grimm seien laut Baum nicht mehr zeitgemäß. Überraschend geradlinig erzählt Baum die Geschichte der jungen Dorothy, die sich durch ein märchenhaftes Land kämpft, um wieder nach Hause zu kommen. Verglichen mit Alices Abenteuer im Wunderland beschreibt Baum seine Wunderwelt fast schon schmucklos und karg.

Trotzdem hat die Geschichte ihren gewissen Charme. Die englische Fassung zu lesen hat den Vorteil, dass Baum einige Wortspiele bereithält, die vermutlich einer Übersetzung zum Opfer fallen. Zudem ist das Buch in einer einfachen englischen Sprache geschrieben – es ist schließlich ein Kinderbuch – in der Reclam-Ausgabe werden auch einige Wörter in den Fußnoten übersetzt.

Bewertung: 4 Sterne

Datum: 9. Februar 2010

Einen Leserbrief schreiben

Hinweis: Dein erster Kommentar in diesem Blog muss erst freigeschaltet werden und wird nicht sofort unter dem Artikel angezeigt. Nicht erwünscht sind werbliche Kommentare und Begriffe im Namen-Feld, die der Suchmaschinenoptimierung dienen.