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	<title>Read that! Rezensionen und Literaturblog &#187; Rezension</title>
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	<description>Prägnant und absolut subjektiv.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Jan 2012 23:39:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
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		<title>Mark Haddon&#160;&#8211; Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 23:12:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[autismus]]></category>
		<category><![CDATA[kreativ]]></category>
		<category><![CDATA[mark haddon]]></category>

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		<description><![CDATA[Ehrlich gesagt regt die deutsche &#220;bersetzung des englischen Originaltitels nicht wirklich das Interesse eines potenziellen Lesers. &#187;The Curious Incident of the Dog in the Night-time&#171; klingt da schon wesentlich kreativer &#8211; und wird diesem Roman eher gerecht. Protagonist in Mark Haddons Roman ist der 15-j&#228;hrige Christopher Boone. Aus seiner Sicht wird die Geschichte erz&#228;hlt. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2012/01/haddon-supergutetage.jpg" alt="" title="haddon-supergutetage" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-2137" /></p>
<p>Ehrlich gesagt regt die deutsche &Uuml;bersetzung des englischen Originaltitels nicht wirklich das Interesse eines potenziellen Lesers. &raquo;The Curious Incident of the Dog in the Night-time&laquo; klingt da schon wesentlich kreativer &ndash; und wird diesem Roman eher gerecht.</p>
<p><span id="more-2135"></span></p>
<p>Protagonist in Mark Haddons Roman ist der 15-j&auml;hrige Christopher Boone. Aus seiner Sicht wird die Geschichte erz&auml;hlt. Das macht den Roman so besonders, denn Mark ist autistisch. Er kann keine Gesichtsausdr&uuml;cke lesen, versteht keine Witze und kann nicht l&uuml;gen. Christopher mag rote Dinge, hasst aber gelbe und braune &ndash; und das alles macht seinen Alltag gar nicht so einfach.</p>
<h3 class="sub">Ein lebloser Nachbarspudel</h3>
<p>Neue Situationen und Umgebungen sowie ein fehlender festgelegter Tagesablauf &uuml;berfordern ihn. Deshalb hasst er auch die Urlaube in Frankreich, denn da wei&szlig; er nie, was am Tag so geschehen wird. Zu Hause ist es anders: Zusammen mit seinem alleinerziehenden Vater lebt er im beschaulichen Swindon, einer englischen Kleinstadt, und dort hat er seinen festen Tagesplan und seine gewohnte Umgebung.</p>
<p>In der Sonderschule k&uuml;mmert sich vor allem Siobhan um Christopher. Sie hilft ihm, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden und seine Mitmenschen zu verstehen. Sie hat ihm auch geraten eben dieses Buch zu schreiben, nachdem Christopher den leblosen Nachbarspudel entdeckt hat.</p>
<h3 class="sub">Kreativ und abwechslungsreich</h3>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as4&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;ref=ss_til&#038;asins=3570302962" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Nach seinem gro&szlig;en Vorbild Sherlock Holmes begibt sich Christopher systematisch auf die Suche nach dem M&ouml;rder und h&auml;lt seine Recherchen und logischen &Uuml;berlegungen im Buch fest. Doch bei einer Kriminalgeschichte bleibt es nicht, denn schon bald nimmt die Geschichte eine Wendung.</p>
<p>Mark Haddon schafft es, genau den richtigen Ton zu treffen. Der Roman ist am&uuml;sant und witzig, ohne albern zu sein. Soweit man es beurteilen kann, wird Christopher ziemlich authentisch dargestellt. Nicht zuletzt aufgrund seiner sympathischen, klugen Gedankeng&auml;nge und Schilderungen w&auml;chst er dem Leser schnell ans Herz. Ein kreativer und abwechslungsreicher Roman &ndash; bitte mehr davon!</p>
<p><small>Die Rezension bezieht sich auf die englischsprachige Originalausgabe <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0099470438/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=reit-21">&raquo;The Curious Incident of the Dog in the Night-time&laquo;</a>.</small></p>
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		<item>
		<title>Weihnachtsglanz &#8211; Ein Sack voller Geschichten</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 11:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[P&#252;nktlich zur Weihnachtszeit ist die Anthologie &#187;Weihnachtsglanz&#160;&#8211; Ein Sack voller Geschichten&#171; erschienen.&#160;21 deutsche Autoren, darunter Andreas Eschbach und Dora Heldt, haben sich zusammengeschlossen um f&#252;r einen guten Zweck zu schreiben. Die Erl&#246;se der ausschlie&#223;lich als E-Book erscheinenden Kurzgeschichtensammlung gehen n&#228;mlich an zwei gemeinn&#252;tzige Einrichtungen: Zum einen Writers in Prison, eine Einrichtung die verfolgte und inhaftierte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2011/12/weihnachtsglanz.jpg" alt="" title="Weihnachtsglanz - Ein Sack voller Geschichten" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-2110" /></p>
<p>P&uuml;nktlich zur Weihnachtszeit ist die Anthologie &raquo;Weihnachtsglanz&#160;&#8211; Ein Sack voller Geschichten&laquo; erschienen.&#160;21 deutsche Autoren, darunter Andreas Eschbach und Dora Heldt, haben sich zusammengeschlossen um f&uuml;r einen guten Zweck zu schreiben.</p>
<p><span id="more-2105"></span></p>
<p>Die Erl&ouml;se der ausschlie&szlig;lich als E-Book erscheinenden Kurzgeschichtensammlung gehen n&auml;mlich an zwei gemeinn&uuml;tzige Einrichtungen: Zum einen Writers in Prison, eine Einrichtung die verfolgte und inhaftierte Autoren unterst&uuml;tzt. Zum anderen den Hospizdienst Trauer-Fuchsbau, in dem unter anderem trauernde Kinder und Jugendliche betreut werden.</p>
<h3 class="sub">Nicht nur kitschige Weihnachtsgeschichten</h3>
<p>Wer nun ausschlie&szlig;lich typische, kitschige Weihnachtsgeschichten erwartet, liegt falsch. Der Titel &raquo;Weihnachtsglanz&laquo; ist etwas irref&uuml;hrend und klingt fast schon ironisch, wenn die Protagonisten auf kaltbl&uuml;tige Killer treffen oder aufgrund von psychischen Erkrankungen t&auml;glich Weihnachten feiern.</p>
<p>Es warten also nicht nur kitschige Liebesgeschichten auf den geneigten Leser, sondern auch lustige, &uuml;berraschende oder nachdenkliche Texte. Bei 21 unterschiedlichen Kurzgeschichten sollte eigentlich f&uuml;r jeden etwas dabei sein.</p>
<p>Das E-Books ist f&uuml;r 4,99 Euro zu erwerben und zwar auf <a href="http://www.epubli.de/weihnachtsglanz">epubli.de</a>, <a href="http://www.buecher.de/shop/ebooks/weihnachtsglanz-ebook/krischak-julia-schrettle-barbara-hrsg-/products_products/detail/prod_id/34214364/">buecher.de</a> oder &uuml;ber den <a href="http://clk.tradedoubler.com/click?p=23761&#038;a=1868510&#038;url=http%3A%2F%2Fitunes.apple.com%2Fde%2Fbook%2F%2Fid468337630%3Fmt%3D11%26uo%3D4%26partnerId%3D2003">Apple iBook Store</a> sowie den <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B005PNOU0I/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=reit-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B005PNOU0I">Amazon Kindle Store</a>.</p>
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		<title>Haruki Murakami&#160;&#8211; Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 13:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[haruki murakami]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Haruki Murakami schreibt nicht nur Romane, er ist auch ein passionierter L&#228;ufer. Schreiben und Laufen sind f&#252;r ihn alles andere als zwei Paar Schuhe. Wie eng die beiden Aktivit&#228;ten miteinander verbunden sind und wie sie sein Leben bisher pr&#228;gten, erz&#228;hlt er in &#187;Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede&#171;. Auch wenn der Titel es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2011/10/murakami-wovonichredewennichvomlaufenrede.jpg" alt="" title="Haruki Murakami - Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-2051" /></p>
<p>Haruki Murakami schreibt nicht nur Romane, er ist auch ein passionierter L&auml;ufer. Schreiben und Laufen sind f&uuml;r ihn alles andere als zwei Paar Schuhe. Wie eng die beiden Aktivit&auml;ten miteinander verbunden sind und wie sie sein Leben bisher pr&auml;gten, erz&auml;hlt er in &raquo;Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede&laquo;.</p>
<p><span id="more-2039"></span></p>
<p>Auch wenn der Titel es vermuten lassen k&ouml;nnte: Das Buch ist nicht nur f&uuml;r L&auml;ufer interessant. Denn wenn Murakami &uuml;ber das Laufen schreibt, schreibt er auch viel &uuml;ber sich und sein Leben. Ehrlich &uuml;ber das Laufen schreiben und ehrlich &uuml;ber sich selbst schreiben, das sei fast dasselbe.</p>
<h3 class="sub">Marathon, Ultramarathon, Triathlon</h3>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as4&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;ref=ss_til&#038;asins=3442739454" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>So berichtet Haruki Murakami zum einen dar&uuml;ber, wie er mit dem Laufen begonnen hat, &uuml;ber seine Trainingsphasen bis hin zum ersten Marathon. Zum anderen erz&auml;hlt er aber auch von seinen ersten Gehversuchen als Autor. Gerade in der ersten H&auml;lfte des Buches zeigt er auf, wie sehr f&uuml;r ihn Laufen und Schreiben zusammenh&auml;ngen&#160;&#8211; wie &auml;hnlich f&uuml;r ihn das Bestreiten eines Marathons dem Schreiben eines Romans ist.</p>
<p>Von den ersten Metern &uuml;ber seinen ersten Marathon bis hin zum Ultramarathon und Triathlon berichtet der Bestseller-Autor&#160;&#8211; und l&auml;sst dabei auch R&uuml;ckschl&auml;ge und Entt&auml;uschungen nicht aus. Die Schilderungen werden erg&auml;nzt mit gut portionierten Lebensweisheiten des mittlerweile mehr als 60 Jahre alten Autors.</p>
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		<title>Christoph Maria Herbst&#160;&#8211; Ein Traum von einem Schiff</title>
		<link>http://readthat.de/1955/christoph-maria-herbst-ein-traum-von-einem-schiff-rezension</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 18:55:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[christoph maria herbst]]></category>
		<category><![CDATA[comedy]]></category>
		<category><![CDATA[humor]]></category>
		<category><![CDATA[kreuzfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[traumschiff]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Wochen Dreharbeiten auf dem TV-Schiff schlechthin, der MS Deutschland, dem Traumschiff. In &#187;Ein Traum von einem Schiff&#171; h&#228;lt Christoph Maria Herbst in Logbuch-Form Anekdoten und Eindr&#252;cke seiner Reise fest. Die Erwartungen an Herbsts Buch-Deb&#252;t waren gro&#223;, und umso gr&#246;&#223;er die Entt&#228;uschung. Offenbar war die Reise so ereignislos und langweilig, dass Herbst Probleme hatte, &#252;berhaupt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2011/09/herbst-traumvoneinemschiff.jpg" alt="" title="Christoph Maria Herbst - Ein Traum von einem Schiff" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1961" /></p>
<p>Drei Wochen Dreharbeiten auf dem TV-Schiff schlechthin, der MS Deutschland, dem Traumschiff. In &raquo;Ein Traum von einem Schiff&laquo; h&auml;lt Christoph Maria Herbst in Logbuch-Form Anekdoten und Eindr&uuml;cke seiner Reise fest. Die Erwartungen an Herbsts Buch-Deb&uuml;t waren gro&szlig;, und umso gr&ouml;&szlig;er die Entt&auml;uschung. Offenbar war die Reise so ereignislos und langweilig, dass Herbst Probleme hatte, &uuml;berhaupt irgendetwas Unterhaltsames zusammenzuschreiben.</p>
<p><span id="more-1955"></span></p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as4&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;ref=ss_til&#038;asins=3651000060" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Wenn man Christoph Maria Herbsts Seiten&#8209; und Frontalhiebe gegen die Schauspielerkollegen und Filmcrew au&szlig;er Acht l&auml;sst, ist der gef&uuml;hlte dramaturgische H&ouml;hepunkt des ersten Buchdrittels, dass sein Koffer nicht in Panama ankommt.</p>
<p>Um Abstand von der Schilderung ereignisloser Dreh&#8209; und Reisetage zu gewinnen, phantasiert Herbst einige Szenen herbei, die anfangs einigerma&szlig;en unterhaltsam sind, sp&auml;ter aber eher versuchen, krampfhaft lustig zu sein. Da helfen leider auch nicht mehr die gekonnten und kreativen Formulierungen.</p>
<p>Christoph Maria Herbst macht es mit &raquo;Ein Traum von einem Schiff&laquo; selbst seinen Fans ziemlich schwer, das Buch zu m&ouml;gen&#160;&#8211; schade!</p>
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		</item>
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		<title>Jostein Gaarder&#160;&#8211; Die Frau mit dem roten Tuch</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 21:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[jostein gaarder]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein tragisches Erlebnis trieb das junge Liebespaar Solrun und Steinn auseinander. Rund 30 Jahre sp&#228;ter treffen die beiden zuf&#228;llig wieder aufeinander. Sie reden &#252;ber das Geschehene und verarbeiten es. Die beiden haben mittlerweile ganz unterschiedliche Weltsichten entwickelt, die nun im Dialog aufeinander sto&#223;en. Diesmal nutzt Jostein Gaarder den E-Mail-Wechsel zwischen Solrun und Steinn als B&#252;hne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2011/07/gaarder-fraumitdemrotentuch.jpg" alt="" title="Jostein Gaarder - Die Frau mit dem roten Tuch" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1916" /></p>
<p>Ein tragisches Erlebnis trieb das junge Liebespaar Solrun und Steinn auseinander. Rund 30 Jahre sp&auml;ter treffen die beiden zuf&auml;llig wieder aufeinander. Sie reden &uuml;ber das Geschehene und verarbeiten es. Die beiden haben mittlerweile ganz unterschiedliche Weltsichten entwickelt, die nun im Dialog aufeinander sto&szlig;en.</p>
<p><span id="more-1915"></span></p>
<p>Diesmal nutzt Jostein Gaarder den E-Mail-Wechsel zwischen Solrun und Steinn als B&uuml;hne f&uuml;r seine philosophischen Ausf&uuml;hrungen. Und mit dieser Konstruktion hat er es sich leicht gemacht. Die beiden Figuren haben sich lange genug nicht gesehen, um nun umschweifend im E-Mail-Verlauf ihre unterschiedlichen Weltsichten abzugleichen.</p>
<h3 class="sub">Gaarder-Standardprogramm mit einigen frischen Gedanken</h3>
<p>Eingefleischte Gaarder-Fans erwartet hier erstmal nicht viel Neues. Steinn vertritt als Klimaforscher die streng wissenschaftlichen Ansichten. Er glaubt nur das, was sich beweisen l&auml;sst, erz&auml;hlt Solrun umfassend vom Urknall, der Evolution und wie unglaublich doch das Universum ist, ja, das Leben und Bewusstsein &uuml;berhaupt. Gaarder-Standardprogramm sozusagen, auch typische Ausspr&uuml;che wie &raquo;Die Welt ist hier und jetzt!&laquo; fehlen nicht.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as4&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;ref=ss_til&#038;asins=3423140585" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Eine andere Schiene f&auml;hrt hingegen Solrun. Mit ihren &raquo;christlich-esoterischen&laquo; Ansichten bringt Jostein Gaarder einige frische Gedanken in den Roman. Nachdem Solrun und Steinn ihren Dialog &uuml;ber Glauben und Wissen, Leben und Tod beendet haben, &uuml;bernimmt Solrun die Aufarbeitung jenes Erlebnisses, das die beiden einst trennte. Der Roman m&uuml;ndet dann in einem &uuml;berraschend effektiven und gelungenem, wenn auch etwas abrupten, Ende. Und mit einer klaren Ansage an den Leser: Egal wie du dich entscheidest&#160;&#8211; am Ende bleibt der Zweifel und die Ungewissheit.</p>
<p>Man muss es Jostein Gaarder lassen, dass er (immer noch) komplexe Gedanken und Zusammenh&auml;nge in einfachen Worten und interessant erkl&auml;ren kann. Vorwerfen muss man ihm allerdings, dass er gr&ouml;&szlig;tenteils alten Wein in neuen Schl&auml;uchen verkauft. W&auml;hrend neue Leser viel Spa&szlig; haben k&ouml;nnen, werden sich alte Gaarder-Fans &uuml;ber viele Seiten des Romans hinweg langweilen.</p>
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		</item>
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		<title>Arno Geiger&#160;&#8211; Der alte K&#246;nig in seinem Exil</title>
		<link>http://readthat.de/1899/arno-geiger-der-alte-koenig-in-seinem-exil-rezension</link>
		<comments>http://readthat.de/1899/arno-geiger-der-alte-koenig-in-seinem-exil-rezension#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 15:17:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Arno Geigers Vater ist an Alzheimer erkrankt. Nach und nach verlassen ihn die Erinnerungen, allt&#228;gliche Handlungen werden zu Problemen, die Umgebung und die Menschen werden ihm fremd. Dass sein Leben trotzdem noch lebenswert ist, h&#228;lt Arno Geiger auf beeindruckende Art und Weise in &#187;Der alte K&#246;nig in seinem Exil&#171; fest. Arno Geiger bel&#228;sst es nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2011/07/geiger-deraltekoeniginseinemexil.jpg" alt="" title="Arno Geiger - Der alte K&#246;nig in seinem Exil" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1909" /></p>
<p>Arno Geigers Vater ist an Alzheimer erkrankt. Nach und nach verlassen ihn die Erinnerungen, allt&auml;gliche Handlungen werden zu Problemen, die Umgebung und die Menschen werden ihm fremd. Dass sein Leben trotzdem noch lebenswert ist, h&auml;lt Arno Geiger auf beeindruckende Art und Weise in &raquo;Der alte K&ouml;nig in seinem Exil&laquo; fest.</p>
<p><span id="more-1899"></span></p>
<p>Arno Geiger bel&auml;sst es nicht bei einer Beschreibung des Krankheitsverlaufes. Er gibt einen Einblick, wie er und seine Familie sich langsam an die neue Situation gew&ouml;hnt, und gelernt haben, damit umzugehen. Und nicht zuletzt portr&auml;tiert Geiger seinen Vater auf liebe&#8209; und w&uuml;rdevoller Weise&#160;&#8211; und h&auml;lt fest, wie er ihn in dieser Lebensphase noch einmal neu kennen und lieben gelernt hat.</p>
<h3 class="sub">Ber&uuml;hrende Geschichte mit Charme</h3>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as4&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;ref=ss_til&#038;asins=3446236341" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Bei der Erz&auml;hlung bleibt er nicht bei einer chronologischen Auflistung von Ereignissen, sondern vermischt Kindheitserinnerungen mit Familiengeschichte und Eindr&uuml;cken aus der Zeit der Krankheit. Viele geschilderte Situationen wirken zugleich traurig, skurril und komisch. &raquo;Doch wenn man genau hinh&ouml;rt, vernimmt man neben der Komik, die befreiend ist, auch die Beunruhigung und die Verzweiflung.&#160;&#8211; Und immer &ouml;fter blieb die Komik aus&laquo;, schreibt Geiger an einer Stelle.</p>
<p>Eben diese Mischung aus Ernsthaftigkeit und Komik macht neben den vielen unvergleichbar lyrischen Satzfragmenten des Vaters den besonderen Charme dieser ber&uuml;hrenden Geschichte aus.</p>
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		<title>Ulrich Hub&#160;&#8211; An der Arche um Acht</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 20:57:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[glauben]]></category>
		<category><![CDATA[gott]]></category>
		<category><![CDATA[illustrationen]]></category>
		<category><![CDATA[kinderbuch]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer h&#228;tte gedacht, dass sich Pinguine gerne streiten? Und dann auch noch &#252;ber so philosophische Fragen, ob es Gott gibt, ob er alles sieht und ob der kleine Pinguin bestraft wird, weil er vor lauter Wut einen Schmetterling t&#246;ten wollte. Eins ist jedoch sicher: Die Sintflut steht kurz bevor. Dummerweise konnten die drei Pinguine nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2011/01/hub-anderarcheumacht.jpg" alt="" title="Ulrich Hub - An der Arche um Acht" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1765" /></p>
<p>Wer h&auml;tte gedacht, dass sich Pinguine gerne streiten? Und dann auch noch &uuml;ber so philosophische Fragen, ob es Gott gibt, ob er alles sieht und ob der kleine Pinguin bestraft wird, weil er vor lauter Wut einen Schmetterling t&ouml;ten wollte. Eins ist jedoch sicher: Die Sintflut steht kurz bevor. Dummerweise konnten die drei Pinguine nur zwei Tickets f&uuml;r die Arche Noah ergattern. </p>
<p><span id="more-1680"></span></p>
<p>Kurzerhand beschlie&szlig;en sie, den kleinen Pinguin auf die Arche zu schmuggeln&#160;&#8211; vorbei an der &uuml;berarbeiteten Taube, der flei&szlig;igen Helferin Noahs. Doch kaum haben die drei Pinguine ihre dunkle Kabine im Bauch der Arche bezogen, bringen sie sich schon in die n&auml;chsten Schwierigkeiten.</p>
<h3 class="sub">Humor&#8209; und liebevoll</h3>
<p>Ob es Gott &uuml;berhaupt gibt und wenn ja, warum er denn zul&auml;sst, dass die ganzen anderen Tiere ertrinken m&uuml;ssen&#160;&#8211; das sind Fragen, die die Pinguine besch&auml;ftigen auf ihrer Fahrt mit der Arche.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3423713925" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Ulrich Hub behandelt Themen, die nicht nur Kinder interessieren humor&#8209; und liebevoll&#160;&#8211; und verr&auml;t unter anderem, dass Gott am liebsten K&auml;sekuchen isst und Noah gar nicht so gut sehen kann. Oder um es mit den Worten der Pinguine zu sagen: &raquo;Vielleicht ist Gott ganz anders, als wir ihn uns vorstellen.&laquo;</p>
<p>Illustrationen von J&ouml;rg M&uuml;hle erg&auml;nzen das rund 90-seitige Buch. &raquo;An der Arche um Acht&laquo; ist sicherlich eines dieser Kinderb&uuml;cher, die nicht nur f&uuml;r Kinder lesenswert sind. Auch Erwachsene erwartet ein kurzweiliges Leseerlebnis mit Schmunzelgarantie.</p>
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		<title>Haruki Murakami&#160;&#8211; 1Q84</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 18:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[1984]]></category>
		<category><![CDATA[1q84]]></category>
		<category><![CDATA[haruki murakami]]></category>
		<category><![CDATA[japan]]></category>
		<category><![CDATA[parallelwelten]]></category>
		<category><![CDATA[phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[surreal]]></category>
		<category><![CDATA[tokio]]></category>

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		<description><![CDATA[Skurrile Parallelwelten, klassische Musik, Literatur, der einzelne Mensch mit seiner pers&#246;nlichen Wahrnehmung und nat&#252;rlich die Liebe&#160;&#8211; all das verpackt in schlichter, klarer Sprache, das ist Haruki Murakami. Und all das findet sich in &#187;1Q84&#171; wieder, dem wohl umfangreichsten Werk des japanischen Autors, in dem er s&#228;mtliche Register zieht. Im Mittelpunkt des Romans stehen die beiden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2011/01/murakami-1q84.jpg" alt="" title="Haruki Murakami - 1Q84" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1709" /></p>
<p>Skurrile Parallelwelten, klassische Musik, Literatur, der einzelne Mensch mit seiner pers&ouml;nlichen Wahrnehmung und nat&uuml;rlich die Liebe&#160;&#8211; all das verpackt in schlichter, klarer Sprache, das ist Haruki Murakami. Und all das findet sich in &raquo;1Q84&laquo; wieder, dem wohl umfangreichsten Werk des japanischen Autors, in dem er s&auml;mtliche Register zieht.</p>
<p><span id="more-1675"></span></p>
<p>Im Mittelpunkt des Romans stehen die beiden knapp 30 Jahre alten Figuren Aomame und Tengo. In zwei B&auml;nden mit jeweils 24 Kapiteln l&auml;sst Murakami die beiden abwechselnd auftreten. Au&szlig;er dass beide im Tokio des Jahres 1984 leben, scheint sie nichts zu verbinden. Aomame ist Fitnesstrainerin&#160;&#8211; und eine Auftragskillerin. Sie t&ouml;tet M&auml;nner, die Frauen Gewalt angetan haben.</p>
<h3 class="sub">&raquo;Es gibt immer nur eine Realit&auml;t.&laquo;</h3>
<p>Tengo hingegen unterrichtet an einer Schule Mathematik und widmet sich in seiner Freizeit der Schriftstellerei. Der Verleger und Redakteur Komatsu vermittelt ihm hin und wieder Auftr&auml;ge f&uuml;r kleinere Artikel, doch bleibt es Tengos Wunsch, einen eigenen Roman zu schreiben und zu ver&ouml;ffentlichen.</p>
<p>Bald jedoch ger&auml;t die Welt beider Figuren aus den Fugen. Bei Aomame geschieht es, als sie aus einem Taxi aussteigt, mitten auf der Br&uuml;cke der Stadtautobahn, im Stau. Um noch rechtzeitig zu einem Termin zu kommen, m&ouml;chte sie die Autobahn &uuml;ber eine Treppe verlassen. Dabei sagt der Taxifahrer noch zu ihr: &raquo;Man darf sich nicht vom &auml;u&szlig;eren Schein t&auml;uschen lassen. Es gibt immer nur eine Realit&auml;t.&laquo;</p>
<h3 class="sub">&raquo;1Q84&#160;&#8211; so werde ich die neue Welt nennen.&laquo;</h3>
<p>Erst merkt sie nicht, dass sich mit dem Treppenabstieg einige Dinge um sie herum ver&auml;ndert haben. &raquo;1Q84&#160;&#8211; so werde ich die neue Welt nennen&laquo;, entscheidet Aomame, nachdem sie dann festgestellt hat, dass das ihr vertraute 1984 nicht mehr existiert.</p>
<p>Tengo &uuml;berarbeitet derweil im Auftrag von Komatsu einen Roman. Genauer gesagt schreibt er einen kompletten Roman um. Er fungiert als Ghostwriter f&uuml;r die talentierte 17-j&auml;hrige Fukaeri, der ein inhaltlich unglaublich guter, phantastischer Roman gelungen ist, dem es jedoch am Stilistischen mangelt.</p>
<h3 class="sub">Big Brother und Little People</h3>
<p>Nachdem der Roman zum Bestseller aufgestiegen ist, merkt Tengo, dass sich seine Welt ver&auml;ndert hat. Und stellt fest, dass sich Fukaeri ihre Geschichte anscheinend nicht ausgedacht hat, sondern ihre tats&auml;chlichen Erlebnisse schildert.</p>
<p>Es ist kein Zufall, dass sich Haruki Murakami ausgerechnet das Jahr 1984 ausgesucht hat. Schlie&szlig;lich gibt es bereits einen bekannten Roman, der von eben diesem Jahre handelt: George Orwells Dystopie &raquo;1984&laquo;. So tauchen auch einige Bez&uuml;ge zum Klassiker auf. W&auml;hrend bei Orwell der &raquo;Big Brother&laquo; auftritt, unterwandern bei Murakami die &raquo;Little People&laquo; das Volk. Jedoch schreibt Murakami keine Dystopie, sondern vielmehr eine alternative Version des Jahres 1984.</p>
<h3 class="sub">Ein vielschichtiger und vielf&auml;ltiger Roman</h3>
<p>Haruki Murakami erz&auml;hlt &raquo;1Q84&laquo; in einer schlichten, distanzierteren Sprache, angereichert mit seinen gewohnt pr&auml;zisen Bildern und Metaphern. Nur geht er diesmal tiefer, scheint mit dem Roman etwas Gr&ouml;&szlig;eres schaffen zu wollen. Das zeigt sich vor allem im zweiten Band, wenn er beginnt, verschiedene Handlungsstr&auml;nge und Schichten miteinander zu verkn&uuml;pfen.</p>
<p>An einer Stelle nimmt sich Murakami sogar ein ganzes Kapitel, um Zusammenh&auml;nge zu erkl&auml;ren und etwas Klarheit in die surrealen Ereignisse zu bringen. Doch alles erl&auml;utert er nicht, daf&uuml;r handelt es sich bei &raquo;1Q84&laquo; auch um einen zu vielschichtigen und vielf&auml;ltigen Roman, der sein Ende erst im dritten Band findet.</p>
<h3 class="sub">Murakami pur auf mehr als 1.000 Seiten</h3>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3832195874" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Das Werk &raquo;1Q84&laquo; ist n&auml;mlich als Trilogie gedacht. Das in Deutschland erschienene Buch umfasst die &Uuml;bersetzung der ersten beiden B&auml;nde. In Japan ist bereits der dritte Band auf dem Markt. Medienberichten zufolge denkt Murakami sogar dar&uuml;ber nach, noch einen vierten Band anzuf&uuml;gen.</p>
<p>&raquo;1Q84&laquo; ist Murakami pur auf mehr als 1.000 Seiten&#160;&#8211; nein, mehr als das: Es ist der bisher vielseitigste Roman des Autors, auf so vielen Ebenen und in so einem Umfang hat er den Leser bisher noch nicht angesprochen. Man kann nur gespannt sein, wie Murakami seine Komposition beendet.</p>
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		<title>Scott McBain&#160;&#8211; Das Nemesis-Spiel</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jan 2011 13:46:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[anschlag]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[millionäre]]></category>
		<category><![CDATA[minotaurus]]></category>
		<category><![CDATA[mythologie]]></category>
		<category><![CDATA[scott mcbain]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wirft Paul Reynolds nichts so schnell aus der Bahn. Als Vorstandsvorsitzender eines gro&#223;en, weltweit agierenden Konzerns hat er klare Vorstellungen und einen bis auf die Minute durchgeplanten Tagesablauf. Die Arbeit nimmt sein komplettes Leben ein. Das &#228;ndert sich schlagartig, als seine Tochter und seine Frau Opfer eines Anschlags in London werden. Der Anschlag geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2011/01/mcbain-nemesisspiel.jpg" alt="" title="Scott McBain - Das Nemesis-Spiel" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1670" /></p>
<p>Eigentlich wirft Paul Reynolds nichts so schnell aus der Bahn. Als Vorstandsvorsitzender eines gro&szlig;en, weltweit agierenden Konzerns hat er klare Vorstellungen und einen bis auf die Minute durchgeplanten Tagesablauf. Die Arbeit nimmt sein komplettes Leben ein. Das &auml;ndert sich schlagartig, als seine Tochter und seine Frau Opfer eines Anschlags in London werden.</p>
<p><span id="more-1662"></span></p>
<p>Der Anschlag geht auf das Konto des ber&uuml;chtigten Drogenbosses El Toro. Das offenbart ihm der Waffenh&auml;ndler Julio. Sein Sohn ist n&auml;mlich ebenfalls bei dem Ungl&uuml;ck ums Leben gekommen und war dar&uuml;ber hinaus der Freund von Reynolds Tochter. Gemeinsam schw&ouml;ren die beiden Million&auml;re Rache. Leichter gesagt als getan, denn die Identit&auml;t El Toros ist nicht bekannt. Man wei&szlig; nur, dass sein Aufenthaltsort irgendwo im lateinamerikanischen Dschungel liegt.</p>
<h3 class="sub">Keine mystischen Elemente</h3>
<p>Julio und Reynolds trommeln ein kleines Team zusammen, mit dem sie sich ins Dschungel-Labyrinth wagen, um El Toro &#8211;&#160;den Stier&#160;&#8211; zu finden. Wer sich jetzt schon an die griechische Mythologie und den Minotaurus erinnert f&uuml;hlt, liegt richtig. Diese Sage nimmt Scott McBain n&auml;mlich als Grundlage f&uuml;r den Roman und weist auch selbst auf die Parallelen hin.</p>
<p>Diesmal bietet die griechische Mythologie, nicht die Bibel&#160;&#8211; wie beim &raquo;Judasfluch&laquo; und &raquo;Judasgift&laquo;&#160;&#8211; Ausgangsstoff f&uuml;r seinen Roman. Gl&uuml;cklicherweise hat McBain beim &raquo;Nemesis-Spiel&laquo; auf mystische Elemente wie die Reise durch verschiedene Astralebenen verzichtet. Jedoch wissen vor allem die ersten hundert Seiten nicht wirklich zu begeistern. Viel zu lange braucht McBain, um das Grundger&uuml;st seines Romans aufzubauen und langweilt mit &uuml;berfl&uuml;ssigen S&auml;tzen wie &raquo;Es war der schw&auml;rzeste Tag seines Lebens gewesen.&laquo;</p>
<h3 class="sub">Klischeehafte Mafia-Killer und Bilderbuch-Drogenh&auml;ndler</h3>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3426505665" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Interessanter wird es dann, wenn der Schlangenmensch Gustavo auftritt. Er ist n&auml;mlich die einzige interessante Figur im ganzen Roman, was nicht sonderlich schwer ist zwischen klischeehaft dummen Mafia-Killern und Bilderbuch-Drogenh&auml;ndlern. Damit auch wirklich jeder Leser den Grundgedanken des Romans versteht, verzichtet McBain nicht darauf, im vorletzten Kapitel noch einmal den ganzen Clou zu erkl&auml;ren.</p>
<p>Und im letzten Kapitel? Da ist dann noch Platz f&uuml;r ein kitschiges &raquo;Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute&laquo;-Ende. Da hilft es auch nicht, dass der Roman mit einem Zitat vom griechischen Dramatiker Euripides endet. Im &raquo;Nemesis-Spiel&laquo; erz&auml;hlt Scott McBain eine nette, streckenweise gut lesbare Geschichte. Mehr aber nicht&#160;&#8211; auch wenn er das dem Leser zwanghaft zu vermitteln versucht.</p>
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		<title>Len Fisher&#160;&#8211; Schwarmintelligenz</title>
		<link>http://readthat.de/1591/len-fisher-schwarmintelligenz-rezension</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 13:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[len fisher]]></category>
		<category><![CDATA[physik]]></category>
		<category><![CDATA[sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[schwarmintelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[wisschenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Fische schwimmen in Schw&#228;rmen, Ameisen schaffen sich ihre eigenen Stra&#223;en und Heuschrecken fressen im Kollektiv ganze Gebiete kahl. Schwarmintelligenz erlaubt einer Gruppe, &#187;Probleme anzugehen und zu l&#246;sen, die kein Einzelner stemmen k&#246;nnte&#171;, schreibt der Physiker Len Fisher. In seinem Buch &#187;Schwarmintelligenz&#171; beschreibt er die Regeln, &#187;die nat&#252;rliche Schw&#228;rme intelligent machen&#171;&#160;&#8211; und zeigt M&#246;glichkeiten auf, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2010/12/fisher-schwarmintelligenz.jpg" alt="" title="Len Fisher - Schwarmintelligenz" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1620" /></p>
<p>Fische schwimmen in Schw&auml;rmen, Ameisen schaffen sich ihre eigenen Stra&szlig;en und Heuschrecken fressen im Kollektiv ganze Gebiete kahl. Schwarmintelligenz erlaubt einer Gruppe, &raquo;Probleme anzugehen und zu l&ouml;sen, die kein Einzelner stemmen k&ouml;nnte&laquo;, schreibt der Physiker Len Fisher. In seinem Buch &raquo;Schwarmintelligenz&laquo; beschreibt er die Regeln, &raquo;die nat&uuml;rliche Schw&auml;rme intelligent machen&laquo;&#160;&#8211; und zeigt M&ouml;glichkeiten auf, wie man mit deren Hilfe die &raquo;Komplexit&auml;ten des Alltags&laquo; bew&auml;ltigen kann.</p>
<p><span id="more-1591"></span></p>
<p>Die Erkl&auml;rungen beginnen mit Beobachtungen aus dem Tierreich. Ameisen finden die k&uuml;rzesten Verbindungen zwischen mehreren Punkten schneller und effektiver als Computerberechnungen; Heuschrecken organisieren sich in riesigen Schw&auml;rmen und bewegen sich ohne Kollisionen zusammen in eine Richtung. Die Tiere machen sich den Schwarm zunutze, finden mit ihm Futterquellen und sichern ihr &Uuml;berleben.</p>
<h3 class="sub">Heuschreckendichte und Menschenstr&ouml;me</h3>
<p>Viele Beobachtungen kann man auch auf die Menschenwelt &uuml;bertragen. So bilden sich nicht nur ab einer bestimmten Heuschreckendichte pro Quadratmeter Schw&auml;rme, die sich gleichm&auml;&szlig;ig in eine Richtung bewegen. &Auml;hnliches kann man auch bei Menschenmassen auf Fu&szlig;g&auml;ngerwegen beobachten. Es bilden sich Menschenstr&ouml;me.</p>
<p>In den folgenden Kapiteln wendet sich Fisher langsam vom Tierreich ab und konzentriert sich eher auf das Verhalten von Menschen. Wie verh&auml;lt sich der Einzelne in Menschenmassen? Wann trifft die Gruppe bessere Entscheidungen als der Einzelne und wann nicht? Was sind Netzwerke und wie kann man sie am besten nutzen? Wie kann man in komplizierte Situationen mithilfe von einfachen Regeln gut reagieren?</p>
<h3 class="sub">Gro&szlig;es Themenspektrum</h3>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3821865253" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Mit all diesen Fragen besch&auml;ftigt sich der Physiker in diesem Sachbuch, ohne zu sehr ins Wissenschaftliche abzudriften. Len Fisher erkl&auml;rt die einzelnen Forschungsergebnisse in leicht verst&auml;ndlicher Sprache. Da er sich jeweils auf die wesentlichen Punkte konzentriert, deckt er ein gro&szlig;es Themenspektrum ab. Diese Vielfalt l&auml;sst keine langatmigen Passagen und seitenlange Erkl&auml;rungen zu.</p>
<p>Im letzten Kapitel sind die Kerngedanken des Buches &uuml;bersichtlich in Stichpunkten zusammengefasst. M&ouml;chte man sich mit einigen Themen intensiver besch&auml;ftigen, so findet man in den umfangreichen Anmerkungen zahlreiche Verweise auf Forschungsarbeiten und Artikel. Dazu schreibt Fisher: &raquo;Ich habe mein Bestes getan, Artikel auszuw&auml;hlen, die nicht nur wissenschaftliche Meilensteine darstellen, sondern auch spannend zu lesen sind.&laquo; Das ist ihm gl&uuml;cklicherweise nicht nur bei den Anmerkungen gelungen, sondern Qualit&auml;tsmerkmal des Buches.</p>
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		<title>Carlos Ruiz Zaf&#243;n&#160;&#8211; Das Spiel des Engels</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Nov 2010 22:40:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[barcelona]]></category>
		<category><![CDATA[buecher]]></category>
		<category><![CDATA[carlos ruiz zafón]]></category>
		<category><![CDATA[das spiel des engels]]></category>
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		<category><![CDATA[leben]]></category>
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		<category><![CDATA[religion]]></category>
		<category><![CDATA[tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit &#187;Der Schatten des Windes&#171; gelang Carlos Ruiz Zaf&#243;n ein Weltbestseller. Es ist also klar, dass die Fortsetzung &#187;Das Spiel des Engels&#171; an ihrem gro&#223;en Bruder gemessen wird. Gerade weil der Schauplatz erneut das d&#252;stere Barcelona des fr&#252;hen 20. Jahrhunderts ist und auch einige Figuren aus &#187;Der Schatten des Windes&#171; wieder auftauchen. Das Problem: &#187;Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2010/11/zafon-dasspieldesengels.jpg" alt="" title="Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1582" /></p>
<p>Mit &raquo;Der Schatten des Windes&laquo; gelang Carlos Ruiz Zaf&oacute;n ein Weltbestseller. Es ist also klar, dass die Fortsetzung &raquo;Das Spiel des Engels&laquo; an ihrem gro&szlig;en Bruder gemessen wird. Gerade weil der Schauplatz erneut das d&uuml;stere Barcelona des fr&uuml;hen 20. Jahrhunderts ist und auch einige Figuren aus &raquo;Der Schatten des Windes&laquo; wieder auftauchen. Das Problem: &raquo;Das Spiel des Engels&laquo; ist anders; mystischer und unklarer.</p>
<p><span id="more-1550"></span></p>
<p>Zur&uuml;ck zum Friedhof der vergessenen B&uuml;cher, zur&uuml;ck zur kleinen Buchhandlung Sempere und S&ouml;hne&#160;&#8211; in &raquo;Das Spiel des Engels&laquo; taucht viel Vertrautes auf. Doch steht diesmal nicht der Sohn des Buchh&auml;ndlers Sempere im Vordergrund. Zaf&oacute;n &uuml;berl&auml;sst einem Schriftsteller die Hauptrolle des Romans.</p>
<h3 class="sub">Eine Geschichte, f&uuml;r die die Menschen leben und sterben w&uuml;rden</h3>
<p>Der junge David Mart&iacute;n schl&auml;gt sich mit Groschenromanen durch das Leben, seine gro&szlig;e Liebe scheint unerreichbar und zudem verschlechtert sich sein Gesundheitszustand zunehmend. Eines Tages begegnet er dem mysteri&ouml;sen Pariser Verleger Andreas Corelli, der ihm ein Angebot macht, das er nicht ablehnen kann. Corelli schenkt ihm ein neues Leben und als Gegenleistung verlangt er nur eins: David soll f&uuml;r ihn ein Buch schreiben.</p>
<p>Sein Auftrag ist es, &raquo;(&#8230;) eine Geschichte zu schreiben, f&uuml;r die die Menschen leben und sterben w&uuml;rden, f&uuml;r die sie t&ouml;ten und den eigenen Tod in Kauf nehmen w&uuml;rden (&#8230;)&laquo;&#160;&#8211; er soll ein Buch schreiben, das eine neue Religion begr&uuml;ndet. David kann der Versuchung nicht widerstehen und f&auml;ngt an zu schreiben. Seine Nachforschungen &uuml;ber den geheimnisvollen Verleger ergeben jedoch, dass mit ihm anscheinend einiges nicht stimmt&#160;&#8211; und dass David nicht der Erste ist, der diesen Auftrag erhalten hat.</p>
<h3 class="sub">Eigene Interpretation vonn&ouml;ten</h3>
<p>Zaf&oacute;n f&uuml;hrt das hohe erz&auml;hlerische Niveau aus &raquo;Der Schatten des Windes&laquo; fort. Er entf&uuml;hrt den Leser wieder in das d&uuml;stere, vernebelte Barcelona, erz&auml;hlt die Geschichte mitrei&szlig;end. Doch tauchen in &raquo;Das Spiel des Engels&laquo; immer wieder surrealistische Szenen auf, die geradezu nach einer Erkl&auml;rung schreien. Die Geschichte ist mystischer, geheimnisvoller, l&auml;sst den Leser die rund 700 Seiten verschlingen. Und l&auml;sst ihn dann alleine.</p>
<p>Insgeheim wartet man auf eine Aufl&ouml;sung der offenen Fragen&#160;&#8211; aber die bleibt aus. Vielmehr erwartet den Leser ein Epilog, der ihn mit noch mehr Fragen zur&uuml;ckl&auml;sst. In einem Interview sagt Carlos Ruiz Zaf&oacute;n, das Buch zwinge den Leser, eine eigene Interpretation zu erarbeiten. Man m&uuml;sse sich auf das Spiel einlassen.</p>
<h3 class="sub">Unvollst&auml;ndiges Puzzle</h3>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3596186447" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Tats&auml;chlich sind einige Interpretationsans&auml;tze offensichtlich, f&uuml;hrt Zaf&oacute;n den Leser im Roman sogar in bestimmte Richtungen. Jedoch geht keine Interpretation ganz auf. Wie man es dreht und wendet, es bleiben immer Ungereimtheiten und L&uuml;cken. Liefere man dem Leser nur was er ohnehin erwartet, &uuml;berrasche und begeistere man ihn nicht, sagt Zaf&oacute;n in dem Interview.</p>
<p>Eine raffinierte Erkl&auml;rung h&auml;tte meines Erachtens aber mehr &uuml;berrascht und begeistert. Jedenfalls mehr als ein unvollst&auml;ndiges Puzzle, bei dem man sich fragt, ob &uuml;berhaupt alle Teile da sind, geschweige denn, ob sie zusammenpassen.</p>
<p><strong>Rezension: <a href="http://readthat.de/270/carlos-ruiz-zafon-der-schatten-des-windes-rezension">Carlos Ruiz Zaf&oacute;n&#160;&#8211; &raquo;Der Schatten des Windes&laquo;</a></strong><br />
<strong>Link: <a href="http://www.focus.de/kultur/medien/tid-12501/kultur-ich-fordere-meine-leser-heraus_aid_343778.html">Interview mit Carlos Ruiz Zaf&oacute;n auf Focus Online</a></strong></p>
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		<title>Bret Easton Ellis&#160;&#8211; American Psycho</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 11:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[american psycho]]></category>
		<category><![CDATA[bret easton ellis]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[massenmörder]]></category>
		<category><![CDATA[psychopath]]></category>
		<category><![CDATA[wall street]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob seines Inhalts und der expliziten Gewaltdarstellung wurde &#187;American Psycho&#171; nach seiner Ver&#246;ffentlichung kontrovers diskutiert. Die einen hielten es f&#252;r ein Meisterst&#252;ck, w&#228;hrend sich die anderen einfach nur abgesto&#223;en f&#252;hlten und verst&#228;ndnislos den Kopf sch&#252;ttelten. Mittlerweile ist &#187;American Psycho&#171; in Buchhandlungen bei den Literaturklassikern zu finden. Seine provozierende Schlagkraft hat es jedoch nicht verloren. Patrick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2010/11/ellis-americanpsycho.jpg" alt="" title="Bret Easton Ellis - American Psycho" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1528" /></p>
<p>Ob seines Inhalts und der expliziten Gewaltdarstellung wurde &raquo;American Psycho&laquo; nach seiner Ver&ouml;ffentlichung kontrovers diskutiert. Die einen hielten es f&uuml;r ein Meisterst&uuml;ck, w&auml;hrend sich die anderen einfach nur abgesto&szlig;en f&uuml;hlten und verst&auml;ndnislos den Kopf sch&uuml;ttelten. Mittlerweile ist &raquo;American Psycho&laquo; in Buchhandlungen bei den Literaturklassikern zu finden. Seine provozierende Schlagkraft hat es jedoch nicht verloren.</p>
<p><span id="more-1507"></span></p>
<p>Patrick Bateman hei&szlig;t der Antiheld des Romans. Er ist jung, gut aussehend, intelligent und erfolgreich, hat einen gut bezahlten Job an der Wall Street. Die einzigen Fragen, die ihn und seine Freunde wirklich besch&auml;ftigen, sind, welche Kleidungsst&uuml;cke sich zu welchen Anl&auml;ssen kombinieren lassen, und in welchem Restaurant sie am Abend essen gehen.</p>
<h3 class="sub">Oberfl&auml;chliche Beschreibungen, inhaltslose Dialoge</h3>
<p>Batemans Leben ist jedoch nicht nur luxuri&ouml;s, sondern vor allem auch eint&ouml;nig und leer. Der regelm&auml;&szlig;ige Drogenkonsum auf Partys schafft nur kurzzeitig Abhilfe. Nur ein Mittel mag bei der Kompensation helfen: Gewalt. Auf brutalste Art und Weise foltert, missbraucht und t&ouml;tet er Menschen.</p>
<p>Doch mag man erst mal gar nicht erahnen, dass sich der Roman in diese Richtung entwickelt. Konfrontiert wird der Leser zun&auml;chst mit dem Alltag der Figuren. Das erste Drittel des Romans besteht gr&ouml;&szlig;tenteils aus zahllosen oberfl&auml;chlichen Beschreibungen und Aufz&auml;hlungen von Modemarken und inhaltslosen Dialogen. Da hat man f&uuml;r Batemans Ausspruch &raquo;I&#8217;m a fucking evil psychopath&laquo; im ersten Kapital nur ein m&uuml;des L&auml;cheln &uuml;brig, wirkt er doch so fehl am Platz.</p>
<h3 class="sub">Wie in einem Rausch</h3>
<p>Im zweiten Drittel beginnen dann die Schilderungen der Gewaltszenen. Auf einmal sind sie da, f&uuml;gen sich problemlos in die Handlung ein. Erst mal tauchen sie vereinzelt auf, wirken daf&uuml;r aber umso effektiver. Dann werden es langsam immer mehr, die Beschreibungen detaillierter, bildlicher, schrecklicher. Der Leser wird wie in einem Rausch mitgerissen.</p>
<p>Bret Easton Ellis kennt keine Grenzen, beschreibt froh und munter die brutalsten Foltermethoden, Vergewaltigungen, Verst&uuml;mmelungen bis hin zu kannibalistischen Szenen. Ob Tier, Obdachloser, Prostituierte, Kollege oder sogar Kind&#160;&#8211; Ellis&#8216; Psychopath macht vor niemandem halt.</p>
<h3 class="sub">Realit&auml;t oder Phantasie?</h3>
<p>Im starken Kontrast dazu stehen immer wieder die Alltagsszenen aus Batemans Berufs&#8209; und Privatleben. Je bildlicher und detaillierter die Gewaltszenen jedoch werden, umso mehr zweifelt man daran, ob sie sich wirklich so zugetragen haben oder ob sie nicht nur Phantasien des erz&auml;hlenden Batemans sind.</p>
<p>So erz&auml;hlt Bateman zunehmend seinen Kollegen und Freunden von seinen Gewalttaten, doch gehen diese meist gar nicht drauf ein oder missverstehen ihn. Zudem tauchen immer mehr Fakten auf, die darauf schlie&szlig;en lassen, dass ein vermeintlich ermordeter Bekannter gar nicht von ihm ermordet wurde, sondern das Land verlassen hat.</p>
<h3 class="sub">Fragw&uuml;rdige Gewaltorgien</h3>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3462036998" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Diese Zweifel, ob Bateman nun wirklich ein verr&uuml;ckter Massenm&ouml;rder ist oder lediglich langsam seinen Verstand verliert, machen in meinen Augen den Reiz auf den letzten Seiten des Romans aus. Eine eindeutige Antwort bekommt der Leser diesbez&uuml;glich nicht&#160;&#8211; nur auf die Frage, ob Bateman dem Wahn entkommt, gibt es eine klare Antwort.</p>
<p>Fragw&uuml;rdig ist, ob die Gewaltorgien in dieser Form h&auml;tten sein m&uuml;ssen (f&uuml;r Ellis und den Erfolg des Romans sicherlich). Ihren Zweck erf&uuml;llen sie jedoch, schaffen sie einen schrecklich intensiven Gegensatz zum Alltag mit seinen schrecklich oberfl&auml;chlichen Figuren. Figuren ohne Charakter, die sich nur noch &uuml;ber &Auml;u&szlig;erlichkeiten definieren lassen, dauernd verwechselt und mit falschen Namen angesprochen werden.</p>
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		<title>Juli Zeh&#160;&#8211; Corpus Delicti: Ein Prozess</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Nov 2010 12:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Corpus Delicti]]></category>
		<category><![CDATA[dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Juli Zeh]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtssystem]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[system]]></category>
		<category><![CDATA[utopie]]></category>
		<category><![CDATA[zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine R&#252;ckenschmerzen, keine verschnieften Nasen&#160;&#8211; allen Menschen geht es gut, ist das nicht sch&#246;n? Gesundheit ist vom Staat n&#228;mlich in naher Zukunft als h&#246;chstes Gut deklariert. Eine sterile, saubere Umgebung sowie regelm&#228;&#223;ig verordnete Sport&#252;bungen tun das ihre und sorgen f&#252;r das k&#246;rperliche und geistige Wohl der Einwohner. Anstelle der Demokratie ist das Rechtssystem mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2010/11/zeh-corpusdelicti.jpg" alt="" title="Juli Zeh - Corpus Delicti: Ein Prozess" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1501" /></p>
<p>Keine R&uuml;ckenschmerzen, keine verschnieften Nasen&#160;&#8211; allen Menschen geht es gut, ist das nicht sch&ouml;n? Gesundheit ist vom Staat n&auml;mlich in naher Zukunft als h&ouml;chstes Gut deklariert. Eine sterile, saubere Umgebung sowie regelm&auml;&szlig;ig verordnete Sport&uuml;bungen tun das ihre und sorgen f&uuml;r das k&ouml;rperliche und geistige Wohl der Einwohner. Anstelle der Demokratie ist das Rechtssystem mit dem Namen &raquo;die <span style="font-variant:small-caps">Methode</span>&laquo; getreten. Ein System mit Anspruch auf Unfehlbarkeit.</p>
<p><span id="more-1475"></span></p>
<p>Doch keine utopische Zukunftsvision ohne Fehler im System. Zu diesem wird n&auml;mlich die 30-j&auml;hrige Mia Holl. Eigentlich steht die junge, intelligente und Frau hinter der <span style="font-variant:small-caps">Methode</span>; wer sollte schlie&szlig;lich besser als eine Biologin wissen, was gut f&uuml;r den Menschen ist? Die Vernunft verbietet ihr es schon, die <span style="font-variant:small-caps">Methode</span> infrage zu stellen. Doch als ihr Bruder Moritz vom Staat wegen Mordes verurteilt wird und sich infolgedessen das Leben nimmt, ger&auml;t ihr Weltbild ins Wanken.</p>
<h3 class="sub">Verfechter und Kritikerin</h3>
<p>Mia ist fest von der Unschuld ihres Bruders &uuml;berzeugt, doch spricht die <span style="font-variant:small-caps">Methode</span> dagegen. Schlie&szlig;lich hat ein DNA-Test Moritz Holl &uuml;berf&uuml;hrt. Und die <span style="font-variant:small-caps">Methode</span> anzuzweifeln, das ist Hochverrat. In dieser Vernunft&#8209; und Glaubenskrise gefangen, wird Mia den Beh&ouml;rden auff&auml;llig: Sie vernachl&auml;ssigt ihr Sportprogramm, reicht nicht ihre Schlaf&#8209; und Ern&auml;hrungsberichte ein. Als sie sich dann noch auf die Seite ihres toten Bruders stellt und die <span style="font-variant:small-caps">Methode</span> infrage, wird sie zur Staatsbedrohung, zur Methodenfeindin.</p>
<p>Schnell kristallisiert sich heraus, dass der Kampf zum einen auf der &ouml;ffentlichen Ebene &#8211;&#160;vor Gericht&#160;&#8211; aber auch auf der pers&ouml;nlichen Ebene ausgetragen wird. Und zwar zwischen Mia und dem Starjournalisten Heinrich Kramer. So argumentieren die beiden rational denkenden Figuren fernab des Gerichts das F&uuml;r und Wider der <span style="font-variant:small-caps">Methode</span>; Mia als Systemkritikerin und Heinrich Kramer als systemtreuer Verfechter.</p>
<h3 class="sub">Kein Science-Fiction-Abklatsch</h3>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3442740665" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>&Uuml;berwachungsstaat, Gesundheitswahn, die Aufgabe pers&ouml;nlicher Freiheit als Tausch gegen absolute Sicherheit&#160;&#8211; Juli Zeh f&uuml;hrt in &raquo;Corpus Delicti&laquo; einige gesellschaftliche Entwicklungen ad absurdum und begibt sich mit der Frage &raquo;Was w&auml;re, wenn&#160;&#8230;?&laquo; auf die Spuren George Orwells. Eingepackt ist die Thematik in eine gut konstruierte Geschichte mit einem effektiven und konsequenteren Ende.</p>
<p>Urspr&uuml;nglich hat Juli Zeh &raquo;Corpus Delicti&laquo; als Theaterst&uuml;ck f&uuml;r die RuhrTriennale geschrieben. Das k&ouml;nnen die einzelnen Kapitel nicht leugnen, die sich wie einzelne Szenen lesen lassen. Das tut dem Roman jedoch keinen Abbruch, sorgt vielmehr f&uuml;r Kurzweil und Fokus auf den Inhalt. &raquo;Corpus Delicti&laquo; ist kein Science-Fiction-Abklatsch, sondern durchaus gut zu lesen.</p>
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		<title>Jerome David Salinger&#160;&#8211; Der F&#228;nger im Roggen</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 20:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[fänger im roggen]]></category>
		<category><![CDATA[j.d. salinger]]></category>
		<category><![CDATA[jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[sinnkrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf den rund 220 Seiten steht 255 Mal das Wort &#187;goddam&#171;, 44 Mal &#187;fuck&#171;. Auch deswegen wurde der Roman nach seiner Ver&#246;ffentlichung in zahlreichen L&#228;ndern verboten. Heute gehen immer noch rund 250.000 Exemplare &#252;ber die Buchladentheke&#160;&#8211; j&#228;hrlich. Die Rede ist von J. &#8558;. Salingers &#187;F&#228;nger im Roggen&#171;. Holden Caulfield hei&#223;t der Protagonist und Ich-Erz&#228;hler des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2010/10/salinger-faengerimroggen.jpg" alt="" title="Jerome David Salinger - Der F&#228;nger im Roggen" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1466" /></p>
<p>Auf den rund 220 Seiten steht 255 Mal das Wort &raquo;goddam&laquo;, 44 Mal &raquo;fuck&laquo;. Auch deswegen wurde der Roman nach seiner Ver&ouml;ffentlichung in zahlreichen L&auml;ndern verboten. Heute gehen immer noch rund 250.000 Exemplare &uuml;ber die Buchladentheke&#160;&#8211; j&auml;hrlich. Die Rede ist von J. &#8558;. Salingers &raquo;F&auml;nger im Roggen&laquo;.</p>
<p><span id="more-1439"></span></p>
<p>Holden Caulfield hei&szlig;t der Protagonist und Ich-Erz&auml;hler des Romans. Kurz vor den Weihnachtsferien fliegt er vom Internat Pencey Prep&#160;&#8211; aufgrund mangelhafter Leistungen. Es ist nicht die erste Schule, die er vorzeitig verlassen muss, auch an den vorangehenden ist er gescheitert. Aus Angst vor den Reaktionen seiner Eltern tingelt er drei Tage durch New York.</p>
<h3 class="sub">Auf der Suche nach Zukunftsperspektiven</h3>
<p>Holden mangelt es nicht an Intelligenz, vielmehr fehlt ihm die Identifikation mit der Gesellschaft und den anderen Sch&uuml;lern. Ihn st&ouml;rt das ganze Gehabe und Getue seiner Mitmenschen, er findet an ihnen nichts Ehrliches. Alle Besch&auml;ftigungen und Ziele, denen andere nacheifern, sprechen Holden nicht zu. Er grenzt sich ab, zieht seine rote Jagdm&uuml;tze grunds&auml;tzlich falsch herum auf. Weder den aufs &Auml;u&szlig;ere bedachten Zimmerkollegen Stradlater noch den nervigen Zimmernachbarn Ackley k&ouml;nnte man zu Holdens Freunden z&auml;hlen. Und doch verbringt er die meiste Zeit mit ihnen.</p>
<p>Positive Worte findet Holden eigentlich nur f&uuml;r seinen fr&uuml;h an Leuk&auml;mie gestorbenen j&uuml;ngeren Bruder Allie und seine 10-j&auml;hrige Schwester Phoebe. Und f&uuml;r zwei Nonnen, denen er zuf&auml;llig beim Fr&uuml;hst&uuml;ck begegnet. An ihnen ist nichts Verlogenes. Und doch scheint ihn das nicht genug zu motivieren: Auf der Suche nach Zukunftsperspektiven landet er in sch&auml;bigen Hotels, kommt er unter anderem in Kontakt mit giggelnden jungen Frauen, einem zwielichten Hoteldiener, einer jungen Prostituierten und zahlreichen Taxifahrern.</p>
<h3 class="sub">Ein ehrlicher Roman</h3>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3499235390" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Nur um dann den Entschluss zu fassen, abzuhauen. Weg von der verlogenen Gesellschaft, in den Westen. Und sich dort als taubstumm ausgeben, um ja nicht mit anderen reden zu m&uuml;ssen. W&auml;re da nicht die eine Figur, die ihn davon abhalten kann; die ihm die M&uuml;tze richtig herum aufsetzt; die ihn begreifen l&auml;sst, dass er Verantwortung &uuml;bernehmen muss; die ihn zum Erwachsenen macht.</p>
<p>Die klare, unverbl&uuml;mte Erz&auml;hlweise kann man schon als plakativ provozierend bezeichnen. Jedoch l&auml;sst die direkte Sprache Holdes Selbstfindungsphase umso authentischer wirken&#160;&#8211; dr&uuml;ckt sie doch treffend seine Gef&uuml;hle gegen die um ihn herrschende Welt aus. F&uuml;r mich ist &raquo;Der F&auml;nger im Roggen&laquo; ein von Grund auf ehrlicher Roman. Zu empfehlen, nicht nur f&uuml;r in der Sinnkrise steckender, pubertierender Jugendlicher.</p>
<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2008/11/rating-4-5.jpg" alt="" title="Bewertung: 4,5 Sterne" width="100" height="20" class="rating" /></p>
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		<title>Bret Easton Ellis&#160;&#8211; Unter Null</title>
		<link>http://readthat.de/1386/bret-easton-ellis-unter-null-less-than-zero-rezension</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 17:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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		<description><![CDATA[Partys, Drogen, Sex und MTV&#160;&#8211; damit l&#228;sst sich die Handlung in Bret Easton Ellis Deb&#252;troman &#187;Unter Null&#171; stichwortartig zusammenfassen. Schlie&#223;lich setzen sich daraus die Weihnachtsferien der Hauptfigur und des Erz&#228;hlers Clay zusammen. &#220;ber die Festtage besucht der Student seine Familie in Los Angeles und kommt in Kontakt mit alten Freunden und Bekannten. Braun gebrannt, blondes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2010/09/ellis-lessthanzero.jpg" alt="" title="Bret Easton Ellis - Less than zero - Unter Null" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1413" /></p>
<p>Partys, Drogen, Sex und MTV&#160;&#8211; damit l&auml;sst sich die Handlung in Bret Easton Ellis Deb&uuml;troman &raquo;Unter Null&laquo; stichwortartig zusammenfassen. Schlie&szlig;lich setzen sich daraus die Weihnachtsferien der Hauptfigur und des Erz&auml;hlers Clay zusammen. &Uuml;ber die Festtage besucht der Student seine Familie in Los Angeles und kommt in Kontakt mit alten Freunden und Bekannten.</p>
<p><span id="more-1386"></span></p>
<p>Braun gebrannt, blondes Haar, gut aussehend und reiche Eltern. So sehen die Figuren in Clays Umfeld aus. Verw&ouml;hnt, gelangweilt, abgestumpft. Schon zu Beginn des Romans, als Clays Ex-Freundin Blair ihn vom Flughafen abholt, f&auml;llt dieser eine Satz: &raquo;People are afraid to merge on the Freeway&laquo;. Er soll Clay durch die ganzen Ferien begleiten. Denn auch er bekommt Probleme mit dem Einf&auml;deln, dem Wiedereingliedern in sein altes Leben.</p>
<h3 class="sub">Gleichg&uuml;ltigkeit und Eint&ouml;nigkeit</h3>
<p>N&uuml;chtern und gleichg&uuml;ltig werden die allabendlichen Partys und der allgegenw&auml;rtige Drogenrausch beschrieben. Ein alter Freund prostituiert sich, um seinen Schulden und seiner Sucht gerecht zu werden, andere brechen regelm&auml;&szlig;ig aufgrund von &Uuml;berdosen zusammen. Innere Leere und Emotionslosigkeit zeichnet die Jugendlichen aus.</p>
<p>Als auf einer Party ein Gewaltvideo gezeigt wird, in dem in aller Ruhe ein M&auml;dchen und ein Junge get&ouml;tet werden, sind es nur Clay und Blair, die fl&uuml;chten und emotional aufgew&uuml;hlt sind. F&uuml;r die anderen ist es nur ein kleiner Kick, ein kurzer Ausbruch aus der Eint&ouml;nigkeit des eh schon reiz&uuml;berfluteten Alltags.</p>
<h3 class="sub">Warm und kalt</h3>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3462037005" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Clay steckt zwar mitten in den Geschehnissen, l&auml;sst sich von seinen Freunden mitrei&szlig;en, ist jedoch mehr Beobachter als Akteur. Sein ganzes ehemaliges Umfeld hat sich entfremdet, geh&ouml;rt nicht mehr zu ihm&#160;&#8211; und eine emotionale Wiedereingliederung ist nicht mehr m&ouml;glich. Von seinen Freunden unterscheidet Clay letztendlich nur das Wissen um die innere Leere und der Wunsch, dem Ganzen zu entfliehen.</p>
<p>Die Gleichg&uuml;ltigkeit der Handelnden spiegelt sich in der n&uuml;chternen und klaren Sprache wider. Einfache, aneinandergereihte Haupts&auml;tze und Wiederholungen sorgen f&uuml;r die kalte Atmosph&auml;re im sonnigen Kalifornien. Das ist es auch, was bleibt: Das verzerrte Bild vom sch&ouml;nen, warmen L.A. mit seiner kalten, emotionslosen jungen Gesellschaft.</p>
<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2008/11/rating-4.jpg" alt="" title="Bewertung: 4 Sterne" width="100" height="20" class="rating" /></p>
<p><small>Die Rezension bezieht sich auf die englischsprachige Originalausgabe <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0679781498?ie=UTF8&#038;tag=reit-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0679781498">&raquo;Less than zero&laquo;</a>.</small></p>
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		<title>Sebastian Fitzek&#160;&#8211; Die Therapie</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 12:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[psychiater]]></category>
		<category><![CDATA[sebastian fitzek]]></category>
		<category><![CDATA[thriller]]></category>
		<category><![CDATA[verschwunden]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie vom Erdboden verschluckt ist die 12-j&#228;hrige Josy, Tochter des bekannten Psychiaters Dr. Viktor Larenz. Bei einem Arztbesuch verschwindet das junge M&#228;dchen auf unerkl&#228;rliche Weise. Keine Spur, kein Anhaltspunkt, kein Lebenszeichen und das vier Jahre lang. &#187;Ich dachte wirklich, es gibt nichts Entsetzlicheres als den Schwebezustand zwischen Ahnen und Wissen. Doch ich habe mich geirrt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2010/07/fitzek-dietherapie.jpg" alt="" title="Sebastian Fitzek - Die Therapie" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1346" /></p>
<p>Wie vom Erdboden verschluckt ist die 12-j&auml;hrige Josy, Tochter des bekannten Psychiaters Dr. Viktor Larenz. Bei einem Arztbesuch verschwindet das junge M&auml;dchen auf unerkl&auml;rliche Weise. Keine Spur, kein Anhaltspunkt, kein Lebenszeichen und das vier Jahre lang. &raquo;Ich dachte wirklich, es gibt nichts Entsetzlicheres als den Schwebezustand zwischen Ahnen und Wissen. Doch ich habe mich geirrt. Denn wissen Sie, was noch schrecklicher ist?&#160;&#8211; Die Wahrheit.&laquo;</p>
<p><span id="more-1340"></span></p>
<p>W&auml;hrend die Frau des Psychiaters das Verschwinden recht gut verarbeitet, kommt dieser damit kaum zurecht. Er verkauft seine Praxis, zieht sich zur&uuml;ck, versucht zu verarbeiten. Da kommt die Interview-Anfrage einer Zeitschrift ganz recht, um mit dem Thema abschlie&szlig;en zu k&ouml;nnen. Larenz zieht sich in ein Ferienhaus auf der Insel Parkum zur&uuml;ck, um in Ruhe die Fragen beantworten zu k&ouml;nnen. Doch als pl&ouml;tzlich eine junge Frau vor der T&uuml;r steht, die sich von Dr. Larenz therapieren lassen m&ouml;chte, ist es vorbei mit der Ruhe. Ein Sturm beginnt.</p>
<p>Die augenscheinlich unter Wahnvorstellungen leidende Anna Spiegel w&uuml;hlt das Leben des Psychiaters auf. Denn in ihren Phantasien taucht immer wieder ein junges M&auml;dchen auf, das merkw&uuml;rdige Parallelen zu Larenz&#8216; Tochter aufweist. Aus den Therapiesitzungen wird schnell eine Art spannendes Verh&ouml;r. Und dann verschwimmt die Realit&auml;t zusehends mit Fiktion.</p>
<h3 class="sub">Gro&szlig;artig geschrieben, leicht entt&auml;uschendes Ende</h3>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3426633094" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Das ist es auch, was den Thriller antreibt: Der Leser wei&szlig; ebenso wenig wie die Hauptfigur, was real ist und was nicht, irrt mit ihr Seite f&uuml;r Seite durch die Handlung. Sebastian Fitzek wei&szlig; es, dabei eine gro&szlig;e Spannung aufzubauen&#160;&#8211; mit recht einfachen Elementen. Umso gr&ouml;&szlig;er wird das Verlangen nach einer Aufl&ouml;sung, einer plausiblen und pfiffigen Erkl&auml;rung, einem gro&szlig;en Finale. Fitzek l&ouml;st zwar plausibel und l&uuml;ckenlos auf, aber so richtig zufrieden m&ouml;chte man sich damit nicht geben. Ich jedenfalls nicht.</p>
<p>Meines Erachtens war es ein zu langer Anlauf f&uuml;r einen zu kurzen Sprung. Da wird seitenlang eine echt gut geschriebene Geschichte erz&auml;hlt, ja, man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Und dann eine logische Erkl&auml;rung, aber kein Knaller. Irgendwie hab ich da mehr erwartet, ein gro&szlig;es Finale. Trotzdem &uuml;berwiegt der gro&szlig;artig geschriebene Teil der Geschehnisse auf der Insel Parkum, der den Thriller wirklich lesenswert macht.</p>
<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2008/11/rating-3-5.jpg" alt="" title="Bewertung: 3,5 Sterne" width="100" height="20" class="rating" /></p>
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		<title>Cody McFadyen&#160;&#8211; Das B&#246;se in uns</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 20:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[beichte]]></category>
		<category><![CDATA[böse]]></category>
		<category><![CDATA[cody mcfadyen]]></category>
		<category><![CDATA[geheimnisse]]></category>
		<category><![CDATA[massenmörder]]></category>
		<category><![CDATA[religion]]></category>
		<category><![CDATA[serienkiller]]></category>
		<category><![CDATA[sünden]]></category>
		<category><![CDATA[thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Zugegeben, ich hab die ersten beiden Thriller um die FBI-Agentin Smoky Barrett nicht gelesen, kann also keine Vergleiche zu &#187;Die Blutlinie&#171; und &#187;Der Todesk&#252;nstler&#171; ziehen. Die verantwortliche Redaktion f&#252;r den Klappentext hat allerdings nichtmal dieses Buch komplett gelesen, so scheint es&#160;&#8211; wird im Anrei&#223;er eine Szene geschildert, die so im Thriller gar nicht vorkommt. Dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2010/07/mcfaden-dasboeseinuns.jpg" alt="" title="Cody McFadyen - Das B&#246;se in uns" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1330" /></p>
<p>Zugegeben, ich hab die ersten beiden Thriller um die FBI-Agentin Smoky Barrett nicht gelesen, kann also keine Vergleiche zu &raquo;Die Blutlinie&laquo; und &raquo;Der Todesk&uuml;nstler&laquo; ziehen. Die verantwortliche Redaktion f&uuml;r den Klappentext hat allerdings nichtmal dieses Buch komplett gelesen, so scheint es&#160;&#8211; wird im Anrei&szlig;er eine Szene geschildert, die so im Thriller gar nicht vorkommt. Dabei hat &raquo;Das B&ouml;se in uns&laquo; sowas eigentlich nicht n&ouml;tig.</p>
<p><span id="more-1309"></span></p>
<p>Zum Inhalt: FBI-Agentin Smoky Barrett und ihr Team sind auf Serienkiller spezialisiert. Sie jagen die &raquo;menschlichen Ungeheuer&laquo;, die ihre innere Befriedigung nur aus einem erlangen: dem T&ouml;ten. Opfer eines dieser Killer wurde auch Lisa Reid, die Tochter eines Kongressabgeordneten. Der schier unglaubliche Tatort befindet sich tausende Meter &uuml;ber dem Boden&#160;&#8211; der M&ouml;rder t&ouml;tete sie im Flugzeug, unbemerkt. Seine einzige Hinterlassenschaft: Ein silbernes Kreuz mit der eingravierten Zahl 143. Ein Hinweis auf die Anzahl der bisherigen Opfer? Dann h&auml;tte es das Team um Agentin Barrett mit einem der skrupellosesten Killer aller Zeiten zu tun.</p>
<h3 class="sub">Dunkle Geheimnisse</h3>
<p>Der Verdacht erh&auml;rtet sich, als eine weitere Person auf &auml;hnliche Weise get&ouml;tet wird, Nummer 144. Zun&auml;chst tappen die Ermittler im Dunklen, finden kaum Anhaltspunkte. Bis sich herausstellt, dass beide Opfer dunkle Geheimnisse hatten. Dann tritt der der T&auml;ter auch noch pers&ouml;nlich ins Licht, ver&ouml;ffentlicht im Internet Videos von weiteren Opfern, die in ihren letzten Minuten ihre dunkle Vergangenheit beichten. Anscheinend hat es Agentin Barrett mit einem Psychopathen zu tun, der im Internet seine fragw&uuml;rdigen religi&ouml;sen Lehren predigt.</p>
<p>Die besondere Gabe der FBI-Agentin, sich in die Gedanken krankhafter M&ouml;rder hineinversetzen zu k&ouml;nnen, wird auf die Probe gestellt. Und auch sie tr&auml;gt ein dunkles Geheimnis mit sich.</p>
<h3 class="sub">In den letzten Kapiteln ist die Spannung raus</h3>
<p>Cody McFadyen schreibt recht klar und unverbl&uuml;mt, h&auml;lt sich nicht an gro&szlig;artig durchdachten Formulierungen auf, sondern bringt es auf den Punkt. Das treibt zum einen die Geschichte weiter, zum anderen verschafft die klare Ausdrucksweise dem Thriller ein wenig Sch&auml;rfe. Die Schilderung von Morden und Foltereien mag f&uuml;r den ein oder anderen Leser ein wenig gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig sein. Hat man sich gew&ouml;hnt, kann man mit Agentin Barrett voll und ganz mitfiebern.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3404164210" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Woher kennt der psychopathische M&ouml;rder die pikanten Details aus der Vergangenheit seiner Opfer? Warum tritt er erst nach so vielen Morden ans Licht der &Ouml;ffentlichkeit? Wer ist er und was ist sein Motiv? Cody McFadyen schafft es bis zu einem gewissen Punkt, die Spannung aufrecht zu erhalten. Er wei&szlig; mit kleinen Nebenhandlungen umzugehen, mit Hintergrundinformationen den Figuren einen Charakter zu geben, ohne die Spannung der Geschichte abrei&szlig;en zu lassen. Umso erstaunlicher ist das recht unspektakul&auml;re Ende. In den letzten Kapiteln ist die Spannung raus, da pl&auml;tschert der Thriller nur noch vor sich hin. Keine &Uuml;berraschungen, nichts Unvorhersehbares.</p>
<p>Eine interessante Geschichte, streckenweise ein guter Spannungsaufbau, insgesamt dann aber doch kein au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Thriller. Kurzweilig, aber nichts Besonderes in meinen Augen.</p>
<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2008/11/rating-3.jpg" alt="" title="Bewertung: 3 Sterne" width="100" height="20" class="rating" /></p>
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		<title>Muriel Barbery&#160;&#8211; Die Eleganz des Igels</title>
		<link>http://readthat.de/1300/muriel-barbery-die-eleganz-des-igels-rezension</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 20:55:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[concierge]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[lesezirkel]]></category>
		<category><![CDATA[lz07]]></category>
		<category><![CDATA[paris]]></category>
		<category><![CDATA[philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[stände]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine &#252;berdurchschnittlich gebildete Concierge, die niemanden wissen lassen m&#246;chte, dass sie &#252;berdurchschnittlich gebildet ist. Und ein zw&#246;lfj&#228;hriges M&#228;dchen, das hochintelligent ist und beschlossen hat, an seinem 13. Geburtstag Selbstmord zu begehen&#160;&#8211; um nicht ein &#228;hnlich verlogenes Leben zu f&#252;hren wie seine reiche Familie und Nachbarn. Beide, die Concierge und das M&#228;dchen, haben eines gemein: Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2010/07/barbery-eleganzdesigels.jpg" alt="" title="Muriel Barbery - Die Eleganz des Igels" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1305" /></p>
<p>Eine &uuml;berdurchschnittlich gebildete Concierge, die niemanden wissen lassen m&ouml;chte, dass sie &uuml;berdurchschnittlich gebildet ist. Und ein zw&ouml;lfj&auml;hriges M&auml;dchen, das hochintelligent ist und beschlossen hat, an seinem 13. Geburtstag Selbstmord zu begehen&#160;&#8211; um nicht ein &auml;hnlich verlogenes Leben zu f&uuml;hren wie seine reiche Familie und Nachbarn. Beide, die Concierge und das M&auml;dchen, haben eines gemein: Sie wohnen im selben Pariser Stadtpalais.</p>
<p><span id="more-1300"></span></p>
<p>W&auml;hrend die Kurzbeschreibung des Romans auf eine interessante Geschichte hindeutet, wei&szlig; die Handlung anfangs ein wenig zu entt&auml;uschen. Sie findet n&auml;mlich gar nicht statt. In den ersten Kapiteln flimmern hier und da Handlungselemente auf, in erster Linie werden dem Leser jedoch die handelnden Figuren vorgestellt. Besser gesagt: Sie stellen sich selbst vor, Teenagerin und Concierge kapitelweise im Wechsel.</p>
<h3 class="sub">Concierge und Kind</h3>
<p>Da ist zum einen die 54-j&auml;hrige Concierge Ren&eacute;e, die sich schon lange um das Stadtpalais k&uuml;mmert. Sie ist verwitwet, klein und h&auml;sslich, in Sachen Kunst und Literatur daf&uuml;r sehr bewandert. Letzteres versteckt sie seit Jahren hinter ihrem Berufsbild&#160;&#8211; standgerecht.</p>
<p>Zum anderen ist da die zw&ouml;lfj&auml;hrige Paloma, eine echte Schlaumeierin, oder: hochintelligent. Auch sie versteckt ihre Begabung vor ihren reichen Verwandten, einer Schickimicki-Familie aus dem Bilderbuch&#160;&#8211; der Vater Abgeordneter, die Mutter Doktorin der Sprach&#8209; und Literaturwissenschaft und in psychiatrischer Behandlung und die Schwester Philosophie-Studentin. Da Paloma nicht so enden will wie der Rest der Familie, ja, gar wie alle Erwachsenen, hat sie den festen Entschluss gefasst, an ihrem 13. Geburtstag die Wohnung anzuz&uuml;nden und sich umzubringen.</p>
<h3 class="sub">Frischer Wind im dritten Abschnitt</h3>
<p>Da philosophiert im ersten Drittel des Romans also Paloma herum, zeigt, was f&uuml;r Weit&#8209; und Weltsicht sie mit ihrem jungen Alter schon hat, und Concierge Ren&eacute;e f&uuml;hrt ihr Literaturwissen und ihren gro&szlig;en Wortschatz zur Schau. Kurzum: Beide jonglieren mit Fremdw&ouml;rtern, bauen anmutige Satzgebilde. Was f&uuml;r den einen Leser sehr am&uuml;sant und kurzweilig sein kann, kann dem anderen mit der Zeit auf die Nerven gehen&#160;&#8211; kann.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3423138149" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Erl&ouml;sung &#8211;&#160;und das, was den Roman wirklich lesenswert macht&#160;&#8211; kommt dann in Abschnitt drei von f&uuml;nf. Frischen Wind bringt n&auml;mlich der Japaner Ozu Kakuro, der nach dem Tod eines Hausbewohners die Wohnung bezieht. Er mischt innerhalb kurzer Zeit das ganze Stadtpalais auf, mit seiner Art, mit seiner reinen Anwesenheit.</p>
<p>Er bringt einen Umschwung f&uuml;r die Concierge und f&uuml;r das M&auml;dchen&#160;&#8211; und er l&auml;sst den Leser aufatmen. Eine echte Handlung setzt ein, der Roman bekommt Aufwind, das Buch wird geradezu lyrisch. Und auch die beiden Handlungsstr&auml;nge bewegen sich aufeinander zu. Das alles gipfelt in einem f&uuml;r mich etwas &uuml;berraschenden, aber gut geschriebenen und zufrieden stellenden Ende.</p>
<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2008/11/rating-4.jpg" alt="" title="Bewertung: 4 Sterne" width="100" height="20" class="rating" /></p>
<h3 class="sub">Lesezirkel</h3>
<p>Zu sagen ist noch, dass ich das Buch im Rahmen der <a href="http://uarrr.org/2010/07/02/lesezirkel-2-die-eleganz-des-igels/">zweiten Runde</a> des <a href="http://uarrr.org/2010/05/29/lesezirkel-1-der-electric-kool-aid-acid-test/">Lesezirkels</a> auf UARRR.org gelesen habe. Ich finde es doch ganz spannend, wenn ein Haufen Menschen zur selben Zeit das gleiche Buch liest und am Ende des Monats alle dr&uuml;ber schreiben. Wer neugierig geworden ist, kann ja mal vorbeischauen&#160;&#8211; vielleicht trifft das n&auml;chste Buch auch deinen Geschmack.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pascal Mercier&#160;&#8211; Nachtzug nach Lissabon</title>
		<link>http://readthat.de/1258/pascal-mercier-nachtzug-nach-lissabon-rezension</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 09:35:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[mercier]]></category>
		<category><![CDATA[philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[portugal]]></category>

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		<description><![CDATA[V&#246;llig verr&#252;ckt erscheint Raimund Gregorius&#8216; Ausbruch aus seinem sonst so geordneten und n&#252;chternen Leben. Im str&#246;menden Regen st&#246;&#223;t der begabte Lehrer f&#252;r Latein, Griechisch und Hebr&#228;isch auf eine portugiesische Frau, die sich anscheinend von der Br&#252;cke st&#252;rzen m&#246;chte. Gregorius nimmt die Frau mit zur Schule, wo er an diesem Tag zum letzten Mal sein sollte. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2010/07/mercier-nachtzugnachlissabon.jpg" alt="" title="Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1262" /></p>
<p>V&ouml;llig verr&uuml;ckt erscheint Raimund Gregorius&lsquo; Ausbruch aus seinem sonst so geordneten und n&uuml;chternen Leben. Im str&ouml;menden Regen st&ouml;&szlig;t der begabte Lehrer f&uuml;r Latein, Griechisch und Hebr&auml;isch auf eine portugiesische Frau, die sich anscheinend von der Br&uuml;cke st&uuml;rzen m&ouml;chte. Gregorius nimmt die Frau mit zur Schule, wo er an diesem Tag zum letzten Mal sein sollte.</p>
<p><span id="more-1258"></span></p>
<p>Denn mit der Portugiesin im Raum ist alles anders. Zum ersten Mal seit Jahren kommt der Altphilologe zu sp&auml;t zum Unterricht. Als die Frau dann den Klassenraum verl&auml;sst, entscheidet sich sp&auml;ter auch Gregorius wegzugehen, Abstand zu gewinnen. So l&auml;uft er durch Bern, die Stadt, in der er seit seiner Kindheit gelebt hat. In einem Antiquariat entdeckt er zuf&auml;llig das Buch, das ihn noch eine lange Zeit begleiten wird.</p>
<h3 class="sub">Auf den Spuren eines Arztes und Sprachverliebten</h3>
<p>&bdquo;Ein Goldschmied der Worte&ldquo; titelt das Buch eines Lissaboner Autors namens Amadeu In&aacute;cio de Almeida Prado. Der Buchh&auml;ndler &uuml;bersetzt Gregorius einige Zeilen. Nachdem Gregorius diese geh&ouml;rt hat, ist er derart ber&uuml;hrt, dass er beschlie&szlig;t Portugiesisch zu lernen und mehr &uuml;ber den Schreiber des Buchs herauszufinden. Kurzerhand nimmt Gregorius den n&auml;chsten Nachtzug nach Lissabon.</p>
<p>Auf den Spuren des Arztes und Sprachverliebten Prado stolpert Gregorius durch die Hauptstadt Portugals. Die Reise in Prados Vergangenheit entpuppt sich f&uuml;r Gregorius immer mehr als Reise in sich selbst. Schon bald bemerkt der Leser, dass die Handlung um Gregorius in den Hintergrund tritt und der portugiesische Arzt die Hauptrolle &uuml;bernimmt. Haupts&auml;chlich geben ihm seine eigenen Aufzeichnungen, aber auch Erz&auml;hlungen von alten Bekannten Form und Gestalt.</p>
<h3 class="sub">Ein wortgewaltiges Abenteuer</h3>
<p>Durch Prados Aufs&auml;tze schafft sich der Schweizer Philosoph Peter Bieri (der den Roman unter dem Pseudonym Pascal Mercier geschrieben hat) eine Art zweite B&uuml;hne f&uuml;r philosophische &Uuml;berlegungen und Gedankeng&auml;nge. So kann der Autor ein weites Spektrum an Themen abdecken, ohne seine Figuren in lange, unglaubw&uuml;rdige Dialoge zu verstricken.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3442734363" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Zusammen mit Greogius erh&auml;lt der Leser so einen Einblick ins Leben, vielmehr aber in die Gedankenwelt des Amadeu Prado. Und dort besch&auml;ftigt er sich mit Sinn und Leben, Angst und Freundschaft, Tod und Verg&auml;nglichkeit. An einigen wenigen Stellen h&auml;tte sich Pascal Mercier vielleicht k&uuml;rzer fassen k&ouml;nnen, insgesamt hat er jedoch eine gute Mischung gefunden.</p>
<p>Wer bei dem Ausbruch aus dem Alltag an ein wildes Abenteuer der Hauptfigur denkt, ist mit dem Roman sicherlich falsch beraten. Denn bei &bdquo;Nachtzug um Lissabon&ldquo; handelt es sich vielmehr um ein wortgewaltiges Abenteuer auf der intellektuellen Ebene. Wer letzteres sucht, dem ist der Roman unbedingt zu empfehlen.</p>
<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2008/11/rating-4.jpg" alt="" title="Bewertung: 4 Sterne" width="100" height="20" class="rating" /></p>
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		<title>Matt Ruff&#160;&#8211; G.A.S. Die Trilogie der Stadtwerke</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 16:52:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[ruff]]></category>
		<category><![CDATA[science-fiction]]></category>
		<category><![CDATA[verrÃ¼ckt]]></category>
		<category><![CDATA[zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[2023: W&#228;hrend der erfolgreiche Unternehmer Harry Gant mitten in New York einen gigantischen Turm mit dem Namen &#187;Babel&#171; baut, k&#228;mpft seine Ex-Frau Joan Fine in der Kanalisation gegen einen mutierten wei&#223;en Hai. &#214;ko-Pirat Philo Dufresne entert derweil zusammen mit seiner Crew einen Eisbrecher Gants, der auf dem Weg zur Antarktis ist. Klingt recht merkw&#252;rdig, klingt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2010/05/ruff-gas.jpg" alt="Matt Ruff - G.A.S. Die Trilogie der Stadtwerke" title="Matt Ruff - G.A.S. Die Trilogie der Stadtwerke" width="500" height="140" class="alignnone size-full wp-image-1075" /></p>
<p>2023: W&auml;hrend der erfolgreiche Unternehmer Harry Gant mitten in New York einen gigantischen Turm mit dem Namen &raquo;Babel&laquo; baut, k&auml;mpft seine Ex-Frau Joan Fine in der Kanalisation gegen einen mutierten wei&szlig;en Hai. &Ouml;ko-Pirat Philo Dufresne entert derweil zusammen mit seiner Crew einen Eisbrecher Gants, der auf dem Weg zur Antarktis ist. Klingt recht merkw&uuml;rdig, klingt recht verr&uuml;ckt, klingt nach Matt Ruff.</p>
<p><span id="more-1073"></span></p>
<p>&raquo;Elektro-Neger&laquo; haben sich auf dem Markt etabliert und sind &uuml;berall als elektronische Diener gang und g&auml;be&#160;&#8211; nachdem eine mysteri&ouml;se Epidemie wenige Jahre zuvor alle Menschen schwarzafrikanischen Ursprungs auf einen Schlag vernichtet hat. Nur einige wenige&#160;&#8211; gr&uuml;n&auml;ugige&#160;&#8211; Afrikaner &uuml;berlebten aus ungekl&auml;rten Gr&uuml;nden.  Darunter auch Philo Dufresne, der sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs mit seiner Mannschaft unter See befand&#160;&#8211; im High-Tech-U-Boot namens &raquo;Yabba-Dabba-Doo&laquo;.</p>
<p>Dann w&auml;re da noch Kriegsveteran Maxwell, dessen Hauptbesch&auml;ftigung das Verstellen von B&uuml;chern in der Stadtbibliothek ist&#160;&#8211; und der zusammen mit der fast 200 Jahre alten Kite Edmonds in einem Wohnheim wohnt, das wiederum Joan Fine geh&ouml;rt.</p>
<h3 class="sub">Kein Mangel an Phantasie</h3>
<p>Man merkt schnell: Matt Ruff geizt nicht mit Handlungsstr&auml;ngen und Figuren. Und an Einfallsreichtum und Phantasie scheint es ihm auch nicht zu mangeln. Wo <a href="http://readthat.de/489/matt-ruff-fool-on-the-hill-rezension">&raquo;Fool on the Hill&laquo;</a> noch eine gute, &uuml;berlegte Dosierung an verr&uuml;ckten und originellen Ideen vorzuweisen hatte, wird der Leser bei &raquo;G.A.S.&laquo; mit bunten Phantasieprodukten geradezu bombardiert. Ja mehr: Er kommt gar nicht richtig zum Atmen, bei dem Feuerwerk an Kalauern, ironischen Anspielungen und den Erzeugnissen der Ruffschen Einbildungskraft.</p>
<p>&raquo;Jede historische Hochrechnung der Zukunft ist von vornherein zum Scheitern verurteilt, und &uuml;berhaupt macht&#8217;s viel mehr Spa&szlig;, sich das Ganze einfach auszudenken&laquo;, schreibt der Autor im Vorwort&#160;&#8211; und das merkt man auch beim Lesen: Ruff erz&auml;hlt seine unglaubliche Zukunftsvision mit Bravour und hat stets die Handlungsstr&auml;nge in der Hand, wei&szlig; damit umzugehen.</p>
<h3 class="sub">Ein ausgeflippter Science-Fiction-Roman</h3>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=666666&#038;lc1=000000&#038;t=reit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3423207582" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Im Mittelteil wird die Geschichte sogar zunehmend klarer strukturiert: Joan und Kite versuchen den Tod an Harry Gants Konkurrenten Amberson Teaneck aufzukl&auml;ren, der angeblich von einem Elektro-Neger mit manipuliertem Verhaltensinhibator ermordet wurde. Die Besatzung der Yabba-Dabba-Doo versucht vom Aussterben bedrohte Lemuren von einem Schiff zu retten&#160;&#8211; eine Falle von Gants Meinungsmacherin Vanna Domingo.</p>
<p>Was es reizvoll macht, diesen ausgeflippten Science-Fiction-Roman zu lesen, ist die schier endlose Anzahl von Ideen, die aus Matt Ruff nur so herauszusprudeln scheinen. Mangelnde Kreativit&auml;t und Originalit&auml;t kann man Ruff jedenfalls nicht vorwerfen. Allerdings scheint es, als w&auml;re Ruff sich nicht sicher gewesen, ob es hier und da nicht schon absurd und witzig genug ist. Da w&auml;re an einigen Stellen des Romans weniger mehr gewesen. Unterhaltung ist bei Matt Ruff jedoch garantiert.</p>
<p><img src="http://readthat.de/wp-content/uploads/2008/11/rating-4.jpg" alt="Bewertung: 4 Sterne" title="Bewertung: 4 Sterne" width="100" height="20" class="rating" /></p>
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