
Zufällig trifft der 15-jährige Michael Berg auf die deutlich ältere Schaffnerin Hanna Schmitz: An Gelbsucht erkrankt, übergibt er sich vor dem Hauseingang der 36-Jährigen, die sich um ihn kümmert. Zum Dank bringt er ihr nach seiner Genesung einen Blumenstrauß in die Wohnung. Dabei beobachtet er, wie Hanna sich umzieht. Als sie ihn bemerkt, flüchtet Michael, bekommt sie in den folgenden Tagen jedoch nicht mehr aus dem Kopf.
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Zwischen der Geburt Jesus Christus und seinem Wirken, Tod und Wiederauferstehung klafft in den vier Evangelien eine Lücke von gut 30 Jahren. Niemand weiß so wirklich, wie Jesus seine Jugendzeit verbrachte, wie er zu dem Wortverkünder wurde, den man aus der Bibel kennt. Doch nun soll Levi bar Alphaeus, kurz Biff, die fehlenden Kapitel schreiben – schließlich war er der beste Freund des Sohnes Gottes.
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Schon die Idee, der Grundgedanke, hat mich fasziniert. Wäre der Autor allerdings nicht Matt Ruff gewesen, der mich mit »Fool on the Hill« absolut überzeugen konnte, hätte ich keine großen Erwartungen in den Roman gesteckt – zu anspruchsvoll ist es doch, so eine Idee literarisch angemessen umzusetzen. Eine Geschichte aus der Sicht einer Figur mit multipler Persönlichkeitsstörung.
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»Kafka am Strand« ist eine Metapher. Oder eine Allegorie. Jedenfalls keine, die so leicht aufzuschlüsseln ist. Haruki Murakami pur. Ein Roman, in dem man es dem Autor auch abkauft, dass es Blutegel regnet. Ein modernes Märchen? Mehr als das. Intensiver, fantastischer, facettenreicher, verworrener. Haruki Murakami halt.
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